Tanzworkshops – Bibel-Lyrik-Improvisationen – Buchprojekt -Trauerfeiern – Trauungen

Inhalt
Am 21. August 1956 kam ich in Olpe im Sauerland zur Welt. Bereits in der Schulzeit interessierte ich mich für Literatur. In Bensberg nahm ich 1974 an einer Tagung anlässlich des Todes von Ingeborg Bachmann teil. 1976 machte ich in Wuppertal am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Abitur. Im Herbst begann ich das Studium der Philosophie und Theologie an der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen in Frankfurt. Nach dem Vordiplom 1978 ging ich für ein Jahr nach Berkeley zur Graduate Theological Union (GTU). 1981 beendete ich meine Studien mit dem Diplom in Katholischer Theologie. Schwerpunkt meiner Diplomarbeit war die Pastoralpsychologie.

1982 bis 1984 unterrichtete ich Religion an einer Realschule, studierte in dieser Zeit auch Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Von 1984 bis 1988 arbeitete ich „auf den Dächern von München“. In dieser Zeit belegte ich Kurse im Bereich der Medienarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaften und Medienarbeit (IKM) der Hochschule für Philosophie. Dort war ich von 1988 bis 1998 Redakteur für elektronische Textmedien (Bildschirmtext und Videotext) im Rahmen von zwei Projektaufträgen der Deutschen Bischofskonferenz.

1996 wurde ich in den Bewerberkreis für den Ständigen Diakonat des Erzbistums München und Freising aufgenommen. 1998 trat ich meinen Vorbereitungsdienst in der Pfarrei St. Peter und Paul, Olching, an, und war auch nach meiner Weihe im Jahr 2000 dort als Ständiger Diakon tätig, später dann für den gesamten Pfarrverband Esting-Olching. In den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit entwickelte ich zwei Formate, die ich im Ruhestand seit September 2022 weiterführe.
Zudem biete ich an:

Nach dem Tod meiner ersten Frau bin ich 2014 in eine psychosomatische Klinik gegangen und habe dort vor allem über das freie Tanzen meine Lebenskraft wieder gefunden. Zwei Methoden im freien Ausdruckstanz wurden in der Klinik angeboten:

Beide Methoden habe ich in Workshops praktiziert und in tanztherapeutischen Studien vertieft.
Ergänzt habe ich beide Methoden durch den Chace-Kreis (nach Marian Chace) und durch die Authentische Bewegung (nach Mary Whitehouse). Der freie Tanz orientiert sich am Ausdruckstanz, der eine lange Tradition hat. Er geht zurück auf Isadora Duncan (1877-1927) und Mary Wigman (1886-1973).

Mein Skript, das die Methodik der Workshops beschreibt, liegt hier bei Google Drive zum Download bereit.

Einige Rückmeldungen zum Workshop vom 20.4.2024: „Ein ganz herzliches Dankeschön für den wunderbaren Tag gestern. Ich war zwar sehr müde am Abend, aber sehr erfüllt und trotz Müdigkeit sehr lebendig und leicht. Ich hoffe, dass ich im Herbst wieder dabei sein kann.“ – „Nach dem gestrigen Tag fühle ich mich sehr gut. Konzept und Durchführung des Kurses haben mir gefallen.“ – „Herzlichen Dank für den erfüllenden Tag gestern und das ausführliche Skript. Es hinterher zu lesen ist sehr hilfreich, um die eigenen Erlebnisse nochmals Revue passieren zu lassen. Ich freue mich schon auf das Tanzen im Herbst.“
Tanze Dein Leben!
Samstag, 9. Mai 2026, 10 – 17:30 Uhr (mit 90 Minuten Mittagspause)
Pfarrsaal von St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c.
Die Teilnahme ist frei, Spenden sind willkommen.
Anmeldung bis spätestens 5. Mai 2026
Den eigenen Lebenstanz entdecken
Samstag, 17. Oktober 2026, 14 – 18.30 Uhr
Pfarrsaal von St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c
Die Teilnahme ist frei, Spenden sind willkommen.
Anmeldung bis spätestens 13. Oktober 2026
Tanzerfahrungen und körperliche Fitness sind nicht erforderlich, wohl aber die Fähigkeit zur Selbstregulation. Jeweils mitzubringen sind eine Wasserflasche, nicht-beengende Kleidung, warme Socken (am besten mit Gummi-Noppen) sowie eine Iso-Matte und eine Decke für die Ruhephasen. Das Pfarrzentrum liegt nur 5 Gehminuten vom S-Bahnhof Gröbenzell (S 3 Richtung Maisach/Mammendorf bzw. Holzkirchen) entfernt.
Informationen und Anmeldung bitte unter
wolfgang.baldes(at)arcor.de
Die Playlists der vergangenen Workshops können bei Spotify unter „Wolfgang Baldes“ abgerufen werden.



Dunkel waltet wie Licht
Musik, Bilder und Texte im Dunkel unserer Nacht
Live-Mitschnitt vom 04.02.24 in St. Elisabeth, Esting, mit dem Duo PS (Improvisationen), mit Bildern von Heidi Crusius; mit Ursula Schmüser und Wolfgang Baldes (Rezitation); Konzept: Wolfgang Baldes
YouTube Spotify
Texte:
Lukas-Evangelium 18,28-30
Franz Kafka: Der plötzliche Spaziergang
Lukas-Evangelium 11,33.35-36
Wolfgang Borchert: Laternentraum
2. Korintherbrief 5,17-20
Else Lasker-Schüler: Versöhnung
Psalm 139,1-2a.8-12 (Neue Genfer Übersetzung)
Wolfgang Baldes: Dunkel waltet wie Licht

„Loblied der Schöpfung“
Orgelimprovisationen zum Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi (1224) und zum „Hymnus an die Materie“ von Pierre Teilhard de Chardin (1919)
Orgel: Wolfgang Mann, Organist und Kirchenmusiker
Rezitation: Christopher Mann, BR-Klassik-Moderator; Wolfgang Baldes, Diakon i.R.
Konzept und Zwischentexte: Wolfgang Baldes, Diakon i.R.
Live-Mitschnitt vom 4.10.2022 in St. Peter und Paul, Olching
YouTube

Victor Hugo: Die Brücke – mit Psalm 69,15-19 und Orgelimprovisationen
Auszug aus dem Konzert „Gott … in Wort und Klang – Psalmen, Lyrik, Orgelimprovisationen“ am 12. Oktober 2025 in St. Stephan, Putzbrunn
Rezitation von Psalm 69,15-19: Gerda Künzinger
Rezitation des von „Die Brücke“: Wolfgang Baldes, Diakon i.R.
Orgelimprovisationen: Stefan Förth, Organist und Kirchenmusiker im PV Vierbrunnen-Ottobrunn
Konzept: Wolfgang Baldes, Diakon i.R.
Der französische Schriftsteller und Dichter Victor Hugo (1802 –1885) schrieb das Gedicht „Le Pont“, „Die Brücke“ 1852 in der Verbannung auf der Insel Jersey in seinen „Betrachtungen“, die 1911 posthum erschienen. Möglicherweise ließ sich Hugo von der Marienstatue in Notre-Dame de Paris inspirieren. Bei der Wiedereröffnung von Notre-Dame im Dezember 2024, nach fünfjähriger Instandsetzung, wurde dieses Gedicht unter der Marienstatue vorgetragen. Übertragen wurde es von Wolfgang Baldes.
YouTube

Hier ein Pressebericht über „Gott in Wort und Klang“ am 20.2.2022:
„Stand By Me“ – Eine Andacht etwas anderer Art
Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort, nicht nur Offenbarung, sondern auch Niederschlag dessen, was Menschen vor Gott bewegt. Und damit ist sie auch Literatur – wie die Lyrik. Songtexte werden in englischer Sprache lyrics genannt. Und das Wort lyrics leitet sich ab von der Lyra – der Leier, einem alten Musikinstrument. Keine alte Leier waren die Instrumente, mit denen am Sonntag, den 20. Februar, in St. Elisabeth, in der Reihe „Gott in Wort und Klang“ eine „konzertante Lesung, eine Art Andacht, in gewisser Weise eine neue Form des Gottesdienstes“ gestaltet wurde, so der Initiator Diakon Wolfgang Baldes, der die Andacht konzipiert hatte.
Zusammen mit Lektorin Ursula Schmüser (sie brachte die Bibeltexte gekonnt zur Geltung) trug er vor ca. 35 Teilnehmenden Songtexte im rhythmisch vorgetragenen Orginal und in eigener Übersetzung vor. Anschließend wurden die Songs mit Bass-Gitarre, Gitarre, Saxofon und Cajon – in oft perfektem Zusammenspiel – improvisiert. Leider war der Keyboarder kurzfristig erkrankt. Da die Musiker sich gut auf den Abend vorbereitet hatten, planen sie nun in voller Besetzung ihre Improvisationen noch einmal in einer Münchner Kirche zu Gehör zu bringen.
Die großenteils literarisch anspruchsvollen Songs waren „Anthem“ von Leonard Cohen („Es ist ein Riss, ein Spalt in allem, so fällt das Licht herein“), „Stand By Me“ (Steh mir bei) von Ben E. King, „I Shall Be Released“ (Ich werde erlöst sein) von Bob Dylan und „Blessed Are“ (Selig sind…) von Joan Baez. Am Schluss seiner Einführung hatte Wolfgang Baldes gesagt: „Ich wünsche Ihnen allen einen Abend, an dem Sie spüren, dass Licht hineinfällt in Ihr Leben; dass Ihnen erneut aufgehen möge, Sie sind nicht allein; dass Erlösung sich Ihnen auftut in vielfältiger Dimension – und dass, wie Joan Baez gesungen hat, tiefe Wasser auch für Sie fließen, voll mit Freude und Hoffnung.“




Gott in Wort und Klang – Bibel, Lyrik, Orgelimprovisationen
Sonntag, 22. März 2026, 17 Uhr
St. Josef, Puchheim
Lyrik nimmt Motive der Bibel auf. Zum Passionssonntag werden die Geschichte um Lazarus und Sprachbilder aus der Passion mit Gedichten von Rainer Maria Rilke, Georg Heym, Nelly Sachs, Horst Saul und Angelus Silesius verknüpft. Der Heilige Josef, der Patron der Kirche, wird durch ein Gedicht des US-amerikanischen Pfarrers Jim Burklo („Josefs Leiter“) geehrt. Nicht nur Gedichte, auch Songtexte, englisch „lyrics“, nehmen biblische Motive auf. Wie bereits zuvor wird auch diesmal ein Song in Wort und Improvisation zu Gehör gebracht. Die Orgelimprovisationen setzen Stimmung und Gehalt der lyrischen und biblischen Texte musikalisch um. Der Dreiklang Lyrik-Bibel-Improvisation öffnet den Teilnehmenden einen Resonanzraum und lässt sie darin das eigene Glauben neu entdecken.
Mit NN.: Lesung der Bibeltexte; Wolfgang Baldes: Lesung der Lyrik und Konzept; Wolfgang Mann: Orgelimprovisationen

„Es wird ein großer Stern in meinen Schoß fallen“
Expressionistisches Orgelkonzert, Bibeltexte
und Gedichte von Else Lasker-Schüler (1869-1945)
Pfarrkirche Leiden Christi, München-Obermenzing
Sonntag, 12. Juli 2026, 17 Uhr
Rezitation: Wolfgang Baldes und NN.
Orgel: Eduard Steinbügl
Die Kirche, 1923 eingeweiht, ist im expressionistischen Baustil erbaut.

„Loblied der Schöpfung“
Orgelimprovisationen zum Sonnengesang und zur „Hymne an die Materie
Orgel: Wolfgang Mann
Rezitation: Ursula Mann und Wolfgang Baldes
Konzeption: Wolfgang Baldes
Franz von Assisi: Sonnengesang (1224)
Pierre Teilhard de Chardin: Hymne an die Materie (1919)
Sonntag, 11.10.2026, 19.15 Uhr
St. Rasso, Grafrath

Gott in Wort und Klang – Bibel, Lyrik, Orgelimprovisationen
Sonntag, 18. Oktober 2026, 17 Uhr
St. Otto, Ottobrunn
mit Texten von Ingeborg Bachmann, Bob Dylan („All Along The Watchtower“), Peter Horton, Jan Richardson, Fridolin Stier, Giannina Wedde und aus der Bibel
mit NN: Lesung aus der Bibel; Wolfgang Baldes: Lesung der Lyrik und Konzept; Stefan Förth: Orgelimprovisationen

Wenn Paare zusammen sind, spüren sie oft:
„Die Liebe die in uns wohnt, ist nicht selbstverständlich. Sie ist ein Geschenk des Himmels. Nicht nur, dass wir einander gefunden haben und das Leben miteinander einen Mehrwert hat, sondern wir sehen dies als eine Basis dafür an, für unser ganzes Leben zusammen zu bleiben. Sicher, wir wissen nicht, ob uns das wirklich gelingen wird. Aber wir haben die Hoffnung, dass es so geschehen kann und das nicht nur aus eigener Kraft und Anstrengung, sondern auch mit einer Hilfe von oben.“
Paare möchten deshalb auch gesegnet sein und in diesem Segen die „Hilfe von oben“ zugesprochen bekommen. Oft möchten sie auch, dass dieser Segen gestaltet und gefeiert wird.

Ich biete (katholische) Trauuungen und Segensfeiern an.
Eine Frau und ein Mann, bei denen in der Regel keine Vorehe vorliegt und von denen eine/r katholisch und in der Kirche ist, können die sakramentale Form der Eheschließung wählen. Sie glauben, dass in ihrer Liebe Gott selbst gegenwärtig ist. In ihrem Ja zueinander gibt Gott selbst sein Ja. Eine solche kirchliche Trauung muss in einer Kirche oder in einer Kapelle stattfinden. Da ich Diakon der katholischen Kirche bin, kann mir ein Pfarrer für seine Pfarrei eine Traubefugnis erteilen. Das Klären von kirchenrechtlichen Fragen und das Ausfüllen des Ehevorbereitungsprotokolls kann der Pfarrer entweder selber vornehmen oder an mich delegieren. Fragen im Zusammenhang mit einer kirchlichen Trauung beantworte ich gerne.

Immer öfter aber wird keine kirchliche Trauung gewünscht, da eine Distanz zur Kirche besteht oder eine kirchliche Trauung kirchenrechtlich nicht möglich ist. Etwa wenn ein Partner geschieden ist, beide aus der Kirche ausgetreten sind, oder wenn das Paar gleichgeschlechtlich ist. Und darum biete ich Segensfeiern an. Auch hier stehe ich für erste Gespräche gerne zur Verfügung. Sie können mir schreiben:
wolfgang.baldes(at)arcor.de
Eine praktische Überlegung: Da ich nicht motorisiert bin, muss der Ort für mich erreichbar sein. Ich bitte dies zu bedenken.
Hier eine Resonanz: „Die Rückmeldungen zu deiner so wunderschön gestalteten Trauung waren durchweg voll des Lobes. Und das von Gästen, die dem christlichen bzw. dem katholischen Glauben nicht gerade nahestehen. Du hast die Beziehung der beiden so lebendig dargestellt, die Predigt habe ich als besonders berührend erlebt.“
Es ist manchmal wie ein Verglühen …

Auf einmal ist ein Mensch, der in unserem Leben einen Platz einnahm nicht mehr da. Er fehlt. Und das irritiert und schmerzt.

Seit 25 Jahren komme ich mit Hinterbliebenen zusammen, um mit ihnen über die Form der Trauerfeier zu sprechen. Viele wollen einen kirchlichen Ritus. Manchmal ist auch eine freiere Form gewünscht, vor allem, wenn der Verstorbene ausgetreten ist und/oder mit der Kirche nichts zu tun haben wollte. Auch dann stehe ich als Trauerredner gerne zu Gesprächen zur Verfügung und gestalte eine Trauerfeier in einer Aussegnungshalle oder direkt am Ort der Beisetzung.

Da ich nicht motorisiert bin, muss der Ort für mich erreichbar sein. Ich ziehe deshalb den Großraum München vor. Gerne können Sie mit mir Kontakt für ein erstes Gespräch aufnehmen:
wolfgang.baldes(at)arcor.de

Ein Witwer schrieb mir nach einer Trauerfeier: „Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen für die äußerst einfühlsame Gestaltung der Trauerfeier von ganzem Herzen zu danken. Ich habe sehr viele positive Reaktionen von der Familie, wie auch von Freunden und Bekannten erhalten. Alle waren tief bewegt und sind Ihnen sehr dankbar. Sie haben es sehr einfühlsam verstanden, das Leben, das Wirken und die Art meiner Frau in Erinnerung zu rufen. Mit Ihrer Anwesenheit, in Verbindung mit der würdevollen Gestaltung der Trauerfeier, haben Sie uns allen geholfen, die tiefe schmerzliche Trauer zu ertragen und auch zu bewältigen.“

Hier geht’s direkt zum Buch.
Rupert Lay (1929-2023) war ordentlicher Professor für Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie an der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Er wurde 1996 nach mehreren Interviews und nach der Veröffentlichung seines Buches „Nachkirchliches Christentum. Der lebende Jesus und die sterbende Kirche“ (1995) vorzeitig emeritiert. Eine Presseschau der konfliktreichen Jahre 1995-1996 hat Christoph Reinhardt zusammen gestellt. Da ich damals als Kirchenredakteur tätig war, konnte ich Einiges dazu beitragen.


Das Lesebuch “Vom glückenden Leben – Lesebuch zur Biophilie”, herausgegeben von Wolfgang Baldes und Roland Dürre, (erweiterte Auflage, Oktober 2025, 220 S.) ist eine reichhaltige Sammlung von Texten verschiedenster Autorinnen und Autoren, die sich alle um das Thema Biophilie, also die Liebe zum Leben, drehen. Erstmals erschien es im Mai 2025 in der Dropbox von Wolfgang Baldes. Das Lesebuch befindet sich ab September 2025 auf der Rupert-Lay-Homepage zum direkten und freien Download.
Grundidee und Ziel
Das Buch zielt darauf ab, die Idee einer lebensfördernden Grundhaltung – der Biophilie – in unterschiedlichen Lebensbereichen und -formen zu beleuchten: in Ethik, Philosophie, Wirtschaft, Religion, Politik, Naturerfahrung und Alltag. Es will zeigen, wie Leben gelingen kann – in Achtsamkeit, in Beziehung, im Fühlen, im Denken und im Handeln.
Im Vorwort wird die „Biophilie-Maxime“ von Rupert Lay betont:
„Handle und entscheide so, dass du durch dein Handeln und Entscheiden eigenes und fremdes Leben eher mehrst als minderst.“
Diese Maxime bildet den ethischen und philosophischen Leitfaden des Buches.
Aufbau und Inhalte
Das Buch ist thematisch breit angelegt und enthält rund 120 Beiträge, darunter:
Philosophische und ethische Grundtexte
– Rupert Lay: Orientierung durch Biophilie, Die Weisheit der Kinder, Die Ethik der Biophilie, Was soll ich tun? Zur „Ur-Ethik“ der Biophilie, Strategien in der ökologischen Krise, Zur Biophilie des Führens, zielgruppe manager, Vom Ende her, Gegen die Angst: Sterben als Hineinfallen ins Göttliche, Allmutter Natur, „Ketzern verzeiht man nicht“, Eine philosophische Skizze, Unglück in der Schönen Neuen Welt?, Biophilie als Wahrheitskriterium von Religionen
– Pierre Teilhard de Chardin: Wie ich sehe
– Erich Fromm: Über die Liebe zum Lebendigen, Wider den Geist des Habens
– Klaus-Jürgen Grün: Biophilie und Entropieverzögerung
– Peter Gruber: Das Menschenbild der Dialektik
– Herbert Rosendorfer:Über den Sinn des Lebens
Literarische Texte und Märchen
– Thomas Mann, Hermann Hesse, Franz Kafka, Bertolt Brecht, Friedrich Nietzsche, Paulo Coelho, Gotthold Ephraim Lessing
– Märchen wie Hans im Glück und Das kleine Männlein, die biblische Erzählung Elija bei der Witwe von Sarepta, das Märchen Das Glück nicht zerstören (chinesisch)
– Kindergeschichten (teils gekennzeichnet mit * oder **) für generationsübergreifendes Lesen, u.a. von Gina Ruck-Pauquèt, Amelie Benn, Günter Herburger und Antoine de Saint-Exupéry
– Gedichte von Rainer Maria Rilke, Jolly Kunjappu, William Wordsworth, Ralph Waldo Emerson, Rudyard Kipling, Peter Maurin, Wolfgang Borchert, Else Lasker-Schüler, Ernst Toller, Hanns Dieter Hüsch
Spirituelle und religiöse Perspektiven
– Texte von Papst Franziskus und Benedikt XVI.
– Texte von Thich Nhat Hanh, Alfred Delp, Anthony de Mello, Gabrielle Roth, Rupert Lay, Wolfgang Baldes
Beiträge aus Wirtschaft und Führung
– Peter Gruber: Menschenarbeiter
– Rudolf Jansche: Biophilie im Unternehmen
– Eilika Emmerlich: Stern der Lebensorientierung – Eine Befragung
– Anselm Grün: Dienen und Führen
– Der Bienenhirte – eine Führungsethik anhand von Imkermetaphern
– Rupert Lay: Zur Biophilie des Führens
– Rolf Dobelli: Warum Sie gegenüber Autoritäten respektlos sein sollten
Psychologische Perspektiven
– Jan Schwenkenbecher: Wege zum Glück
– Georg Groddeck: Für uns Kinder ein Spiel, Vom Kindsein
– David N. Stern: Von Angesicht zu Angesicht
– Fritz Perls: Die uns lieben, lassen uns unseren eigenen Weg finden
– Sigmund Freud: Über Krieg und Tod
– Paul Watzlawick: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht“
Persönliche Reflexionen und Gedanken
– Jolly Kunjappu: Mutter Erde, Ask an Answer
– Barbara Stöckl: Ronny Großkopf
– Hilde Ziegler: Sieben Erinnerungen eines Kindes
– Roland Dürre: Mein biophiler Tisch, Betthupferl für meine Enkel und Enkelinnen
– Wolfgang Baldes: Biophilie und aktive Toleranz, „Ein Leid wirft kein Licht auf ein anderes“, „Ich will die Hölle löschen…“
Reflexionen aus der Geschichte
– Thomas Morus: Utopia
– Karl Marx: Sich selbst verlieren
– Sigmund Freud: Über Krieg und Tod
– Gustav Landauer: Von der Geistlosigkeit des Staates
– Walter Rathenau: Frieden, Frieden, Frieden!
– Gegen die Wehrpflicht und die militärische Ausbildung der Jugend (1930)
– Rudolf Jansche: Hat deine Urgroßmutter den 2. Weltkrieg verlängert?
– Inge Scholl: Sophie’s Welt
– Marcel Reif: „Sei ein Mensch!“
– Heribert Prantl: Der andächtige Widerständler
und Bilder von Jolly Kunjappu
Methodik und Stil
Das Buch ist kein theoretischer Traktat, sondern ein Lesebuch im besten Sinne:
Es vereint Denkimpulse, Poesie, Erzählung und Weisheit.
Es ist niedrigschwellig zugänglich und zugleich philosophisch anspruchsvoll.
Es enthält Texte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – mit altersgerechter Kennzeichnung.
Leitmotive
Einige zentrale Motive ziehen sich durch das ganze Buch:
Biophilie als Ethik – Leben fördern statt zerstören
Achtsamkeit und Gelassenheit
Verantwortung in sozialen Systemen
Spiritualität ohne Dogmatismus
Widerstand gegen Nationalismus, Militarismus und Nekrophilie
Bedeutung Rupert Lays
Ein zentrales Anliegen des Buches ist es, Rupert Lays Denken – insbesondere sein Verständnis von Biophilie als Grundlage ethischen und gesellschaftlichen Handelns – in einer Form aufzubereiten, die auch einem weiteren Lesepublikum zugänglich ist. Das Lesebuch kann als praktische Einführung in sein Denken gelten und begleitet seine Hauptwerke wie „Im Kerker des Selbstverständlichen“.
Fazit
„Vom glückenden Leben” ist eine Einladung zur Lebenskunst. Es will Menschen helfen, das Leben als Ganzes zu sehen – in seiner Schönheit, Verletzlichkeit und Verantwortung. Es ist ein Handbuch für Menschlichkeit, das gleichermaßen zum Nachdenken, Vorlesen, Diskutieren und Innehalten einlädt.
ChatGTP / Wolfgang Baldes, 07.07.25/aktualisiert 18.09.25
„Ein nachhaltiger Einspruch gegen lebensmindernde Logiken“ – Eine Rezension
Vom glückenden Leben – Lesebuch zur Biophilie
Hg. v. W. Baldes und R. Dürre, Putzbrunn 2025, 220 S., https://www.rupert-lay.de/books.htm
In einer Zeit multipler Krisen – ökologisch, politisch, sozial und spirituell – stellt das Lesebuch „Vom glückenden Leben – Lesebuch zur Biophilie“ eine wohltuende und zugleich herausfordernde Gegenbewegung dar. Es ist kein Ratgeber im landläufigen Sinn, kein Wohlfühlbuch und keine systematische Abhandlung. Vielmehr handelt es sich um eine klug komponierte Anthologie, die eine zentrale ethische Grundfrage immer neu variiert: Wie kann menschliches Leben gelingen – und zwar so, dass es eigenes und fremdes Leben mehrt statt mindert?
Der leitende Gedanke der Biophilie, maßgeblich geprägt durch Rupert Lay in Anschluss an Albert Schweitzer und Erich Fromm, bildet das geistige Rückgrat des Bandes. Biophilie meint hier nicht bloß Naturverbundenheit oder Lebensoptimismus, sondern eine ethische Grundhaltung, die Leben in all seinen personalen, sozialen und ökologischen Dimensionen achtet, schützt und fördert. In einer prägnanten Formel: Handle so, dass dein Handeln Leben mehrt.
Die Stärke des Lesebuchs liegt in seiner Vielstimmigkeit. Texte aus der antiken Philosophie (Seneca, Augustinus), aus moderner Ethik, Psychologie und Sozialkritik (Fromm, Watzlawick, Stern), aus Theologie und Mystik (Teilhard de Chardin, Thich Nhat Hanh), aus Literatur, Lyrik und politischem Denken (Thomas Mann, Rilke, Brecht, Borchert, Luxemburg) treten in einen dialogischen Zusammenhang. Dabei entsteht kein Beliebigkeitseffekt, sondern ein thematischer Resonanzraum, in dem unterschiedliche Zugänge aufeinander verweisen und sich wechselseitig vertiefen.
Besonders überzeugend ist die Verbindung von existenzieller Tiefe und lebenspraktischer Anschaulichkeit. Philosophische und theologische Reflexionen stehen neben Geschichten, Gedichten, Märchen und Texten für Kinder und Jugendliche. Gerade diese Mischung macht deutlich: Biophilie ist keine abstrakte Moral, sondern zeigt sich im Alltag – in Beziehungen, im Umgang mit Zeit, Macht, Besitz, Arbeit, Angst und Hoffnung. Die Weisheit der Kinder, die Bedeutung von Nähe, Aufmerksamkeit und Maß werden dabei nicht sentimentalisiert, sondern als ernstzunehmende Gegenentwürfe zu einer lebensmindernden Kultur profiliert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Buches liegt in seiner kritischen Zeitdiagnose. Nationalismus, technokratische Rationalität, Beschleunigung, Haben-Wollen und institutionelle Selbstbehauptung erscheinen als Ausdruck dessen, was Rupert Lay – in Anlehnung an Fromm – als nekrophile Tendenzen beschreibt: Orientierungen, die Leben funktionalisieren, fragmentieren oder instrumentalisieren. Demgegenüber entfaltet das Lesebuch eine Ethik der Verantwortung, die global denkt, ohne das Konkrete preiszugeben, und die den Menschen nicht als Mittel, sondern als „ganze Welt“ begreift.
Theologisch besonders bemerkenswert ist die Rezeption Pierre Teilhard de Chardins, dessen evolutives Denken eine Brücke zwischen Naturwissenschaft, Spiritualität und christlicher Hoffnung schlägt. Biophilie erscheint hier als Ausdruck eines reifenden Bewusstseins, das Liebe, Evolution und Verantwortung zusammendenkt – fern von naivem Fortschrittsglauben, aber auch jenseits resignativer Kulturkritik.
So erweist sich „Vom glückenden Leben“ als ein Buch, das nicht belehrt, sondern ermutigt: zum Nachdenken, zum Innehalten, zum Widerspruch gegen Selbstverständlichkeiten. Es lädt ein, Lebensformen zu prüfen – persönlich wie gesellschaftlich – und neu zu justieren. Wer schnelle Antworten sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch bereit ist, sich auf eine ethische und spirituelle Suchbewegung einzulassen, findet einen reichen Fundus an Einsichten, Anstößen und Bildern.
Dieses Lesebuch ist damit mehr als eine Sammlung kluger Texte. Es ist ein Plädoyer für Menschlichkeit, ein stiller, aber nachhaltiger Einspruch gegen lebensmindernde Logiken – und ein überzeugender Beitrag zur Frage, was es heute heißen kann, gut, verantwortlich und biophil zu leben.
(ChatGPT, 16.12.25)
Ort: Kath. Pfarrzentrum St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c, Geschwister-Scholl-Raum – Zeit: Dienstag, 3. Februar 2026, 19.30-21 Uhr
Ort: Stephani-Haus, Taufkirchner Str. 1, Hohenbrunn b. München – Zeit: Dienstag, 10. Februar 2026, 19.30-21 Uhr
mit Wolfgang Baldes, Diakon i.R., und Roland Dürre, Unternehmer i.R.
Zu erleben ist ein Dialog zweier Protagonisten der Biophilie. Sie erzählen von der Liebe zum Leben in Geschichten, Gedichten und anderen Beiträgen. Wolfgang Baldes hat einen literarisch-philosophisch-theologischen Hintergrund, Roland Dürre zielt als erfolgreicher Software-Unternehmer auf Selbstorganisation, Teilhabe und Eigenverantwortung. Beide setzen unkonventionelles Denken vor Dogmatismus, beiden ist ein „Sowohl als-auch“ meist lieber als ein „Entweder-oder“. Beide bewegt die Frage „Wie kann Leben gelingen?“ und wollen darüber ins Gespräch kommen. Und beide haben zusammen ein Lesebuch zur Biophilie herausgebracht, das im Internet frei zur Verfügung steht: https://www.rupert-lay.de/books.htm.
Die Biophilie, die Liebe zum Leben, war ein Kerngedanke des Jesuiten, Philosophen, Management- und Politik-Beraters Rupert Lay (1929-2023). Sein letztes Werk „Im Kerker des Selbstverständlichen. Ein Befreiungsversuch“ wurde posthum als pdf- und als Hörbuch publiziert.

Das letzte Werk des Jesuiten, Philosophen und Unternehmensberaters Rupert Lay hat der Wiener Yonde Verlag als Hörbuch herausgebracht: „Im Kerker des Selbstverständlichen. Ein Befreiungsversuch“ ist auf allen gängigen Streaming-Portalen verfügbar. Das Werk, posthum von Wolfgang Baldes herausgegeben und für das Hörbuch adaptiert, eröffnet den Hörerinnen und Hörern einen Zugang zu Lays tiefgründigen Gedanken über soziale Systeme und individuelle Freiheit.

„Dieses Buch möchte versuchen, Menschen dazu zu bewegen, sich in das Draußen ihres Selbstverstehens und des ihnen Selbstverständlichen zu begeben, um sich im Draußen einmal umzusehen.“ – Rupert Lay
Hier der Link zum Hörbuch bei einigen Streamingdiensten, wie zum Beispiel Audible, Spotify, Thalia, BookBeat, Storytel etc.
In seinem Werk beleuchtet Lay den Konflikt zwischen mächtigen gesellschaftlichen Systemen und dem Streben nach persönlicher Autonomie. Er beschreibt, wie soziale Normen und Regeln sich oft zu „Selbstverständlichkeiten“ entwickeln, die nicht hinterfragt werden, die das individuelle Leben dominieren und Freiheit einschränken. Lay macht Mut, inhumanen Systemen entgegenzutreten oder sich von ihnen zu befreien und möchte damit einen Beitrag zu einem humanen und erfüllten Leben leisten.
Der Schauspieler und Sprecher Christoph Hackenberg, bekannt für seine klare, angenehme Bariton-Stimme, spricht das komplexe Werk und bringt Lays Philosophie eindrucksvoll zur Geltung. Hackenbergs Fähigkeit, anspruchsvolle Inhalte verständlich zu machen, hebt dieses Hörbuch hervor und ermöglicht den Hörerinnen und Hörern, sich intensiv mit Lays Gedanken auseinanderzusetzen.
Ergänzt wird das Hörbuch durch das Hörbuchmanuskript zum Mitlesen, das sich auf der Rupert-Lay-Seite zum freien Download befindet. Am Ende des Hörbuchs gibt es ein Lebensbild des Autors, das Norbert Copray verfasst hat. Er bietet einen Einblick in die Persönlichkeit und das Wirken Rupert Lays. Und Wolfgang Baldes erzählt im Hörbuch über die Entstehung des Werks – von den Gesprächen mit Rupert Lay über das Thema, dann weiter über die Auffindung des Manuskripts bis zur Aufbereitung als pdf-Datei.
Wer ins Hörbuch hineinhören möchte, dem sei dieser Hörbuchauszug empfohlen: Folge 12: Der Versuch eines Ausbruchs. – Ein herzlicher Dank geht an den Yonde Verlag für die Bereitstellung dieser Hörbuchfolge.
Rupert Lay trat 1952 in den Jesuitenorden ein und studierte Philosophie, Theologie, Psychologie, Theoretische Physik und Betriebswirtschaft. Als ordentlicher Professor für Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie lehrte er ab 1967 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt/Main. Mit seinem Buch „Nachkirchliches Christentum. Der lebende Jesus und die sterbende Kirche“ sorgte er für Aufsehen und wurde deshalb 1996 vorzeitig emeritiert. Seit den 1970er Jahren hatte der international gefragte Ethiker in Seminaren und Coachings zahlreiche Manager und Politiker beraten. Lay schrieb 50 Bücher und erlangte breite Anerkennung als kritischer Denker und Vordenker einer humanen Gesellschaft.
Mit diesem Hörbuch wird Rupert Lays geistiges Vermächtnis lebendig und zugänglich gemacht – ein wertvoller Beitrag für alle, die über Freiheit und Authentizität in einer komplexen Welt reflektieren möchten.
„Rupert Lay beschreibt in seinem Hörbuch den Konflikt zwischen sozialen Systemen, die immer mächtiger werden, und den Personen in diesen Systemen, die frei bleiben wollen. Rupert Lay weist auf, wie sich Konstrukte von einzelnen Menschen und von sozialen Systemen zu nicht mehr hinterfragten Selbstverständlichkeiten entwickeln, sich zu befremdlichen Werten und Regeln verändern und so individuelles Leben dominieren und einschränken. Rupert Lay zeigt, wie wir uns für diese Entwicklungen sensibilisieren und vor ihnen schützen können. Er hilft, soziale Systeme zu durchschauen und in ihre Grenzen zu weisen. Zugleich macht er Mut, inhumanen Systemen entgegenzutreten oder aus ihnen auszusteigen. Das Hörbuch will zu einem gelingenden Leben und zu einer humanen Gesellschaft beitragen. Nicht zuletzt ist es ein Aufruf zu mehr Freiheit.“
– Roland Dürre und Wolfgang Baldes
Über Yonde:
Yonde ist ein kleines Hörbuchstudio und ein Verlag aus Wien, der sich auf die Produktion hochwertiger Hörbücher für den digitalen Markt spezialisiert hat. Der Verlag bietet Buchverlagen und Self-Publisher-Autor*innen professionelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projekte. Neben seiner Tätigkeit als Dienstleister veröffentlicht Yonde auch eigene Titel. Yonde widmet sich der Veröffentlichung philosophischer und gesellschaftskritischer Werke und ermöglicht Zugänge zu einzigartigen Perspektiven und Denkansätzen.
Wir danken denjenigen, die durch ihre großzügige Zuwendung dieses Hörbuch erst möglich gemacht haben.

In zwei ergänzenden Podcasts sprechen Roland Dürre, ein langjähriger Management-Schüler Rupert Lays und Initiator des Hörbuchs, und Herausgeber Wolfgang Baldes über die prägende Wirkung Lays auf ihr eigenes Leben, die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung dieses Projekts. Die beiden Podcasts befinden sich bei Spotify, YouTube u.a..
Hier die beiden ersten Werkstattgespräche direkt… Für die Bereitstellung danken wir dem Yonde Verlag, Wien, der die Podcasts editiert und veröffentlicht hat:
PODCAST Nr. 1: Wolfgang Baldes befragt Roland Dürre
PODCAST Nr. 2: Roland Dürre befragt Wolfgang Baldes
Nach zwei Jahren Arbeit am Rupert-Lay-Projekt haben Roland Dürre und Wolfgang Baldes Ende August 2025 darüber gesprochen, wie das Projekt sie verändert hat – ihre Überzeugungen, ihren Standort im Leben. Dazu haben sie zwei weitere Podcasts (mit ein paar Mängeln, aber selber) produziert, die über Spotify und YouTube gestreamt werden können – oder hier direkt:
PODCAST Nr. 3
PODCAST Nr. 4
Einige Texte aus dem Lesebuch zur Biophilie haben Roland Dürre und Wolfgang Baldes Anfang November 2025 vorgetragen und kommentiert. Der Podcast „Vom glückenden Leben – Eine kommentierte Lesung über die Liebe zum Leben“ befindet sich bei YouTube und bei Spotify.

Was heißt denn da „kriegstüchtig“? Werkstattgespräch
Roland Dürre und Wolfgang Baldes nehmen in ihrem Podcast von Anfang Dezember 2025 ein Wort von Verteidigungsminister Boris Pistorius auf. Er sagte im Oktober 2023 erstmals: „Wir müssen wieder kriegstüchtig werden.“ Doch was heißt das eigentlich? Roland Dürre, langjähriger Freund des 2023 verstorbenen Jesuiten, Philosophen und Managerberaters Rupert Lay, und Wolfgang Baldes, sein Neffe und Herausgeber seines letzten Werkes, sprechen über ihre Assoziationen zum Krieg und plädieren für einen achtsamen Umgang mit der Sprache und für eine Ausrichtung an der Biophilie, der Liebe zum Leben – einen Kerngedanken von Rupert Lay.
Was heißt eigentlich „Zeitenwende“? Werkstattgespräch
„Zeitenwende“ hat eine derart verbreitete Selbstverständlichkeit erreicht, dass es zum Wort des Jahres 2022 gewählt wurde. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz hatte in seiner Regierungserklärung am 27. Februar 2022, drei Tage nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine, von einer Zeitenwende gesprochen. Daraus leitete er die Notwendigkeit einer neuen Sicherheitspolitik ab. Wolfgang Baldes und Roland Dürre unterziehen das Wort einer Kritik und entlarven seinen Gebrauch als unredlich und manipulativ. In einem vorhergehenden Podcast hatten sie das Wort „kriegstüchtig“ bereits einer Kritik unterzogen, im nächsten Podcast geht es um „Bürokratieabbau“.
Was bedeutet Bürokratieabbau? Werkstattgespräch
Roland Dürre und Wolfgang Baldes sind Anfang Januar 2026 zu einem neuen Podcast zusammengekommen. Diesmal ist ihr Thema der „Bürokratieabbau“. Mit diesem politischen Schlagwort sind Maßnahmen gemeint, die Verwaltungsverfahren vereinfachen und Regulierungen reduzieren sollen. Immer wieder wird von der Politik betont, durch Bürokratieabbau könnten Produktivität, Wirtschaftswachstum und Innovation gesteigert werden. Übersehen wird dabei: Bürokratie ist nicht nur negativ: Denn sie versucht zu ordnen und zu regulieren, was sonst falsch laufen würde und bisweilen auch falsch gelaufen ist. Zum Beispiel was den Arbeitsschutz, den Umweltschutz oder den Mieterschutz angeht. Roland Dürre und Wolfgang Baldes fragen: Schützen Regeln, schützt die Bürokratie nicht auch die Schwächeren? Oder braucht es ein neues Denken, weil diese Regeln versagt haben? Kann es nicht Sinn machen, Regulierungen abzubauen, nicht mit dem vorrangigen Ziel, Produktivität zu steigern, sondern mit dem Ziel, der Biophilie, der Liebe zum Leben, eine Chance zu geben?
Rupert Lay – hier seine Kurzbiografie – hat in Gesprächen zwischen 2016 und 2018 wiederholt von seinem Buchprojekt „Im Kerker des Selbstverständlichen“ erzählt. Ab 2020 zunehmend geschwächt und ab 2022 in einem Frankfurter Pflegeheim lebend, konnte er das Projekt nicht mehr vollenden. Dort starb er am 9. Februar 2023 im Alter von 93 Jahren. Sein Sohn Rupert Diedrich fand die Datei des Manuskripts im Mai 2023 auf einer Festplatte. Das Manuskript war von Rupert Lay als Buch konzipiert worden und ist auf 2017 datiert. Rupert Diedrich erlaubte mir die redaktionelle Arbeit für die Herausgabe. An der Anordnung des Textes habe ich nur wenige Änderungen vorgenommen. Nur einen Teil der zahlreichen Quellenangaben konnte ich überprüfen. Ich habe mich entschlossen, das Werk auf diesem Stand der redaktionellen Bearbeitung und nicht in Printform herauszugeben. Zumal da ich mit Rupert Lay nicht mehr über die Anlage des Buches habe sprechen können. So bringt der „O-Ton“ überraschend neue Gedanken zu Tage, die in seinen bislang erschienenen 50 Büchern nicht zu finden sind.
Erstmals hat Rupert Diedrich das Werk seines Vaters Anfang September 2023 zur Veröffentlichung freigegeben. Im November 2024 ist eine verbesserte Auflage erschienen, in der einzelne Wiederholungen gestrichen und einzelne Kapitel neu geordnet wurden. Im Februar 2025 wurden ein Personen- und ein umfangreiches Sach-Register hinzugefügt. Das Werk ist als pdf-Datei auf der Homepage rupert-lay.de publiziert. Wer die Datei herunterlädt, dem wird eine Spende für ein Kinderhospiz empfohlen.
Vor allem geht Rupert Lay in seinem Werk den vier philosophischen Grundfragen Immanuel Kants nach: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ Er beantwortet sie aus der Perspektive des Konstruktivismus und der Biophilie. Selbstverständliches darauf hin zu überprüfen, ob es dem Grundsatz der Biophilie folgt und dem Leben dient, ist sein erklärtes Ziel.

„Der Versuch, eine Antwort zu finden auf die Frage, warum sich Menschen im Kerker ihrer Selbstverständlichkeiten wohlbefinden und sich bedroht fühlen, wenn diese Monade einmal einen Blick zulässt durch ihre Fenster, um ein Anderes zu erspähen, oder wenn gar die Forderung ergeht, sich eine Tür zu suchen, um eine Chance zu sehen, im Draußen neues Land zu entdecken, ist eines der Rätsel des Menschseins. Doch es gibt Ausnahmen von dieser Regel: Menschen wagen nicht nur einen Blick nach draußen, sondern tasten sich jenseits ihrer Mauern durch eine Tür ins Freie. Solche Menschen sind selten, doch sie haben jenseits der Selbstverständlichkeiten ihrer Zeit auch anderen den Blick auf einen neuen Horizont eröffnet, der nicht an den Mauern ihres Käfigs endet.“
Rupert Lay, Im Kerker des Selbstverständlichen. Ein Befreiungsversuch, 2023, S. 92.
„Die verrammelte Tür des Kerkers zu öffnen, also Selbstverständlichkeiten ins Unselbstverständliche zu setzen und so zu einem neuen Urteil über den Schein des Selbstverständlichen zu finden, setzt Mut voraus. Dieses Buch möchte versuchen, Menschen dazu zu bewegen, sich in das Draußen ihres Selbstverstehens und des ihnen Selbstverständlichen zu begeben, um sich im Draußen einmal umzusehen.“
Rupert Lay, Im Kerker des Selbstverständlichen. Ein Befreiungsversuch, 2023, S. 39.

Das Werk und das Hörbuch stehen im Kontext von einigen Gedenkjahren:
2023: 75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
2024: Immanuel Kant – 300. Geburtstag
2024: 75 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
2024: 75 Jahre NATO
Wessen hier gedacht wird, wird von Rupert Lay thematisiert und reflektiert.
In einer Welt, die von technischer Rationalität geprägt ist, geht es oft nur noch um die Funktionsfähigkeit der sie erhaltenden Systeme. Die Existenz dieser Systeme wird meist funktional bestimmt. Was wünschenswert und zu vernachlässigen, was gut oder schlecht ist, wird vom System her bestimmt. Die systemeigene Moral aber hat mit Ethik nichts zu tun. Denn Ethik fragt nicht danach, was für irgendetwas gut ist, sondern danach, was unbedingt gilt. Doch: „Eine dogmatisch begründete oder als allein gültig behauptete Ethik, die nicht die Relativität des Wertens mitbedenkt, ist fundamental intolerant und hat mit dem, was mit dem Namen ‚Ethik‘ benannt wird, nichts gemein.“ (S. 33) Die Unterscheidung zwischen Ethik und Moral ist für Rupert Lay grundlegend. Von ihr hängt das Überleben der Menschheit ab. Auch der einzelne Mensch geht in „faschistoiden“ Systemen verloren: „Du bist nichts, Dein Volk ist alles“ war einmal die Parole des Nationalsozialismus. Auch heute ist der konkrete Mensch austauschbar geworden. Das aber ist das Ende jeder Humanität: Personale Kategorien haben neben funktionalen keinen Platz mehr.
Ein Beispiel dafür ist die Kommunikation. Sie wird meist nur noch verstanden als Informationsgabe, -nahme und -verarbeitung und damit funktionalisiert. Kommunikation darf aber nicht ohne ihre personalen Dimensionen gedacht werden, sonst wird sie entmenschlicht: Kontaktaufnahme, -vergewisserung, -verstärkung, Selbstdarstellung und die Wahrnehmung von (oft versteckten) Appellen gehören dazu.
In „Im Kerker des Selbstverständlichen – Ein Befreiungsversuch“ zeigt Rupert Lay, wie der Einzelne in sozialen Systemen verloren zu gehen droht, und weist Wege zur Befreiung auf. Es geht ihm um Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz – um die Ausbildung personaler Werte durch ein autonomes Gewissen. Die Philosophie der Toleranz ist für ihn der Konstruktivismus, in dem jedes Konstrukt, wenn es denn in seinen Folgen Menschen nicht schadet, gleichberechtigt ist. Er stellt sie vor als eine Philosophie des Sich-Ereignens. Entweder Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe ereignen sich, oder sie sind nicht. Und die Ethik des Konstruktivismus ist für Rupert Lay die Biophilie, die Liebe zum Leben. Sie folgt dem Grundsatz: „Entscheide und handle so, dass du durch dein Entscheiden und Handeln eigenes wie fremdes Leben eher mehrst als minderst.“
Wolfgang Baldes

Die Schrift auf dem Bild „Befreiung aus Systemzwängen“ ist eine Kombination aus Symbolen und Text, die verschiedene Aspekte von Systemzwängen darstellen. Hier ist eine detaillierte Beschreibung der Schrift:
Symbole:
* Wände: Die Wände des Raumes sind mit verschiedenen Symbolen bedeckt, die unterschiedliche Arten von Zwängen darstellen. Dazu gehören:
* Gesellschaftliche Erwartungen: Symbole, die traditionelle Geschlechterrollen, Schönheitsideale und andere gesellschaftliche Normen darstellen.
* Kulturelle Normen: Symbole, die religiöse Überzeugungen, Verhaltensregeln und andere kulturelle Traditionen darstellen.
* Persönliche Grenzen: Symbole, die Ängste, Zweifel und andere persönliche Hindernisse darstellen.
* Regeln und Vorschriften: Symbole, die Gesetze, Vorschriften und andere formelle Regeln darstellen.
Text:
* Inschriften: Auf den Wänden sind Inschriften in verschiedenen Sprachen zu sehen, die Schlüsselwörter oder Phrasen im Zusammenhang mit Systemzwängen darstellen. Dazu gehören:
* „Freiheit“
* „Gleichheit“
* „Individualität“
* „Selbstbestimmung“
* „Konformität“
* „Gehorsam“
Zusätzliche Elemente:
* Licht: Das Licht, das durch die Bresche in der Wand strömt, symbolisiert Hoffnung und die Möglichkeit der Befreiung.
* Draußen: Die helle und offene Landschaft draußen steht im Kontrast zu dem dunklen und beengten Raum und symbolisiert die Freiheit, die außerhalb der Systemzwänge existiert.
Interpretation:
Die Schrift auf dem Bild „Befreiung aus Systemzwängen“ ist eine visuelle Darstellung der verschiedenen Arten von Zwängen, die Menschen in ihrem Leben erfahren können. Sie soll den Betrachter dazu anregen, über seine eigenen Zwänge nachzudenken und nach Wegen zu suchen, sich von ihnen zu befreien.
(Mit Google Gemini KI-generierter Text)
Aus dem Jahr 2018 stammen eine Reihe von Entwürfen für „Im Kerker des Selbstverständlichen“. Einen Entwurf, in dem Rupert Lay über Religion schreibt und der den religiösen Menschen Rupert Lay transparent werden lässt, habe ich redigiert und herausgegeben. Er ist hier in meiner Dropbox und, von mir gelesen, hier zu finden.
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Wie sehr die Gedankenwelt Rupert Lays in über Jahrzehnten gewonnenen Überlegungen gründet, mögen fünf Vorträge zeigen, die als pdf-Dateien über meine Dropbox zugänglich sind: Zukunft – Plan oder Schicksal (1984), Politik und Wirtschaft – Wege zu einem besseren Dialog (1991), Sinnsuche in einer komplexen Welt. Führt die Informationsgesellschaft zu einem Sinn- und Werteverlust? (1997), Unsere Gesellschaft braucht neue Fundamente (1998), wo Lay Überlegungen zu einer Neugestaltung der politischen und ökonomischen Welt anstellt – hier als Video – , und Über die alte und neue Unredlichkeit – Wenn Menschen nicht mehr wissen, worüber sie reden (1999).
Am 29. März 2014 hatte Rupert Lay in Frankfurt über „Konstruktivismus und Gesellschaft“ gesprochen. Leider war er kurz zuvor gestürzt und hatte sich im Gesicht verletzt. Der Vortrag – hier als youtube-Video – behandelt die Entstehung und Wirkung sozialer Konstrukte. Diesen Vortrag, hier als pdf-Datei in meiner Dropbox, der Kerngedanken seines letzten Werkes bereits vorwegnimmt, hat er später als sein philosophisches Vermächtnis bezeichnet, was ebenso für „Im Kerker des Selbstverständlichen – Ein Befreiungsversuch“ gelten kann.

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Literatur
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Kunstpastoral im Erzbistum München und Freising
https://www.erzbistum-muenchen.de/kunstpastoral

Else Lasker-Schüler, Jussuf geht zu Gott, 1923, Lithografie, handkoloriert mit Farbstift, 32 cm x 23,4 cm. Sammlung Else Lasker-Schüler, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Die Bibeltexte folgen der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, (c) 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH Stuttgart. Zusammenstellung, Einleitungen und Übertragungen Wolfgang Baldes (c), Gedichte von Wolfgang Baldes (c)
Psalm 69,15-19
Der französische Schriftsteller und Dichter Victor Hugo (1802 –1885) schrieb das Gedicht „Le Pont“, „Die Brücke“ 1852 in der Verbannung auf der Insel Jersey in seinen „Betrachtungen“, die 1911 posthum erschienen. Möglicherweise ließ sich Hugo von der Marienstatue in Notre-Dame de Paris inspirieren. Bei der Wiedereröffnung von Notre-Dame im Dezember 2024, nach fünfjähriger Instandsetzung, wurde dieses Gedicht unter der Marienstatue vorgetragen. Übertragen wurde es jetzt von Wolfgang Baldes.
Entreiß mich dem Sumpf, damit ich nicht versinke,
damit ich meinen Hassern entkomme,
den Tiefen des Wassers, damit die Wasserflut mich nicht fortreißt,
mich nicht verschlingt der Abgrund,
der Brunnenschacht nicht über mir seinen Rachen schließt!
Erhöre mich, HERR, denn gut ist deine Huld,
wende dich mir zu in deinem großen Erbarmen!
Verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht,
denn mir ist angst, eile, erhöre mich!
Sei mir nah und erlöse mich!
Befreie mich meinen Feinden zum Trotz!
Ich hatte Finsternis vor Augen.
Der Abgrund, der kein Ufer, keinen Vorsprung hat,
lag trübe da und unermesslich; und nichts bewegte sich darin.
Ich fühlte mich verlor‘n in schweigender Unendlichkeit.
Tief unten, durch des Schattens schweren Schleier,
sah man auf Gott wie einen dunklen Stern.
Ich rief: „O, meine Seele, meine Seel‘!
Um diesen Abgrund zu beschreiten, wo sich kein Rand dir zeigt,
damit du diese Nacht zu Gott hin gehen kannst,
musst eine Brücke du mit tausend Bögen bauen.
Wer kann das jemals! Niemand! Schreck, o Trauer!
So weine du!“ – Ein weißer Geist erhob sich groß vor mir,
als furchtsam ich ein Auge auf den Schatten warf,
Und dieser Geist nahm an die Formen einer Träne;
es war die Stirn der Jungfrau mit des Kindes Händen;
er glich der Lilie, die ihr Weiß verteidigt;
die Hände fügten sich und brachten Licht.
Er zeigte mir den Abgrund, wo die Steine fallen,
so tief, dass nie ein Echo Antwort gibt; und sprach zu mir:
„Wenn du es willst, kann ich die Brücke bauen.“
Zum bleichen Fremden hob ich mein Gesicht.
„Wie ist dein Name?“ fragte ich. Er sprach: „Gebet“.
Zweites Buch der Chronik 7,11-12.15-18
„If –“ (Wenn –) ist ein Gedicht des englischen Schriftstellers und Dichters Rudyard Kipling (1865-1936). Er schrieb es 1895; erstmals veröffentlicht wurde es 1910 in der Gedichtsammlung „Rewards and Fairies“.’
Nachdem Salomo das Haus des HERRN und den königlichen Palast vollendet und alle seine Pläne für das Haus des HERRN und für seinen Palast verwirklicht hatte, erschien ihm der HERR in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet gehört und diesen Ort als Opferstätte für mich erwählt. Meine Augen sollen jetzt für das Gebet an diesem Ort offen sein und meine Ohren sollen darauf achten. Ich habe jetzt dieses Haus erwählt und geheiligt, damit mein Name ewig hier sei. Meine Augen und mein Herz werden allezeit hier weilen. Wenn du deinen Weg vor mir gehst, wie ihn dein Vater David gegangen ist, und wenn du alles tust, was ich dir befohlen habe, wenn du meine Gesetze und Rechtsentscheide bewahrst, dann werde ich deinen Königsthron bestehen lassen, wie ich es deinem Vater David zugesichert habe, zu dem ich gesagt habe: Es soll dir nie an einem Herrscher über Israel fehlen.
If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you,
If you can trust yourself when all men doubt you,
But make allowance for their doubting too;
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don’t deal in lies,
Or being hated, don’t give way to hating,
And yet don’t look too good, nor talk too wise:
If you can dream—and not make dreams your master;
If you can think—and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two impostors just the same;
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build ’em up with worn-out tools:
If you can make one heap of all your winnings
And risk it on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: ‘Hold on!’
If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with Kings—nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you,
If all men count with you, but none too much;
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds’ worth of distance run,
Yours is the Earth and everything that’s in it,
And—which is more—you’ll be a Man, my son!
Wenn du den Kopf behältst, wo alle ihn verlieren
und dich dafür beschuldigen;
wenn du dir selbst noch traust, wo alle an dir zweifeln,
den Zweifel ihnen aber auch erlaubst;
wenn du noch warten kannst und dabei nicht ermüdest,
belogen wirst und’s nicht mit Lügen treibst,
gehasst wirst und dem Hass nicht nachgibst,
und nicht zu gut erscheinen magst noch zu schlau sprichst;
wenn du noch träumen kannst
und dabei nicht zum Träumer wirst;
wenn du noch denken kannst –
und die Gedanken nicht erstrebst;
wenn du den Umgang pflegst mit Triumph und Disaster,
und diese beiden Wichtigtuer gleich behandelst;
wenn du ertragen kannst, dass deine ausgesprochne Wahrheit
verdreht von Schurken wird zu Fallen für die Toren,
du sehen musst, wie Dinge,
denen du dein Leben gabst, zerbrechen;
wenn du dich bückst,
um sie mit altem Werkzeug wieder aufzubauen;
wenn du Gewinne anhäufst,
alles auf die selbe Karte setzt,
verlierst und wieder neu den Anfang wagst
und nie ein Wort über den Verlust verschwendest;
wenn du dein Herz, die Nerven und die Sehnen zwingst,
zu dienen dir, auch wenn sie lang schon kalt sind,
du durchhältst, wenn schon nichts mehr in dir ist,
außer dem Willen, der zu ihnen sagt: ‚Halt’ durch!‘:
wenn du mit Menschenmassen reden
und Tugend dir bewahren kannst,
mit Königen wandelst –
und dabei nicht verlierst, was allen dich verbindet;
wenn weder Feind noch liebevoller Freund dir wehtun können,
wenn alle Menschen auf dich zählen, keiner doch zu viel;
wenn du die unversöhnliche Minute füllen kannst
mit einem Wert von sechzig Sekunden Dauer
dann ist die Erde dein, mein Sohn, und alles auf ihr,
und – was noch mehr ist – du wirst sein: ein Mensch!
Johannes-Evangelium 4,7.9-15
Wolfgang Baldes (geb. 1956) schrieb das Gedicht „Mikwe-Bach“ 2023 in seinen Exerzitien in Tirol. Es nimmt Anleihen bei dem Teich bei Schiloach, in dem sich der Blindgeborene wusch, und bei der Erzählung von der Frau am Jakobsbrunnen. Die Mikwe ist ein rituelles jüdisches Bad, das der Reinigung dient.
Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Die Samariterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden?
Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser.
In den Bergbach legte ich
mich ganz hinein,
gelehnt an einen Stein.
So Wasser auf mich fiel,
umsprudelte den Leib
und reinigte mich bis auf’s Bein.
Lebendiges Wasser hat er mir gegeben,
frisch, klar und lauter;
läuternd im Schiloach, mein Mikwe-Bach
Psalm 121
Wolfgang Baldes (geb. 1956) schrieb das Gedicht mit dem Anfang „Hebe deine Augen auf“ 2023 in seinen Exerzitien in Tirol. Das Wort „aufheben“ bedeutet hoch heben, bewahren, retten.
Ein Lied für die Wallfahrt.
Ich erhebe meine Augen zu den Bergen:
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde erschaffen hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken;
dein Hüter schlummert nicht ein.
Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht,
der Hüter Israels.
Der HERR ist dein Hüter, der HERR gibt dir Schatten.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden
noch der Mond in der Nacht.
Der HERR behütet dich vor allem Bösen, er behütet dein Leben. Der HERR behütet dein Gehen und dein Kommen
von nun an bis in Ewigkeit.
Hebe deine Augen auf
zu den Bergen,
da kommt dir Hilfe.
Hebe deine Augen auf
für die Schau
des Besonderen.
Schaue nach oben wie nach innen,
nach vorn, zur Seite nicht und nicht herab.
Heb’ deine Augen auf.
Exodus 3,1b-8a.10-13
Wolfgang Baldes (geb. 1956) schrieb das Gedicht mit dem Anfang „YHWH“ 2023 in seinen Exerzitien in Tirol. Der Titel steht für die hebräischen Konsonanten des Gottesnamens, der im strengen Sinne nicht übersetzt werden kann, höchstens mit „Ich bin, der ich (da) bin“.
Eines Tages trieb Mose das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Dort erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Er schaute hin: Der Dornbusch brannte im Feuer, aber der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?
Als der HERR sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne sein Leid. Ich bin herabgestiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen. Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!
Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt.
DA und Nicht-DA
Hier und dort
NU und Nicht-NU
DA und fort
DA- und -zu?
Unverfügbar
sagt das Wort
Psalm 31,2-3.6.20.25
Vom deutschen Arzt und Barock-Dichter Paul Fleming (1609-1640) stammt das Sonett „An sich“ aus dem Jahr 1636. Es wurde erstmals posthum 1642 in einer Sammlung von Flemings Gedichten unter dem Titel Teütsche Poemata veröffentlicht.
HERR, bei dir habe ich mich geborgen.
Lass mich nicht zuschanden werden in Ewigkeit;
rette mich in deiner Gerechtigkeit!
Neige dein Ohr mir zu, erlöse mich eilends!
Sei mir ein schützender Fels, ein festes Haus, mich zu retten!
In deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Treue.
Wie groß ist deine Güte, die du bewahrt hast für alle,
die dich fürchten; du hast sie denen erwiesen,
die sich vor den Menschen bei dir bergen.
Euer Herz sei stark und unverzagt,
ihr alle, die ihr den HERRN erwartet.
Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.
Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
nimm dein Verhängnis an. Lass alles unbereut.
Tu, was getan muss sein, und eh man dir’s gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.
Was klagt, was lobt man doch? Sein Unglück und sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:
dies alles ist in dir. Lass deinen eitlen Wahn,
und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt und alles untertan.
Matthäus-Evangelium 7,1-5.12
Der aus Frankreich stammende Journalist Peter Maurin (1877-1949) gründete in den USA zusammen mit Dorothy Day die katholische Sozialbewegung „Catholic Worker“. Er schrieb aphorismenartige Gedichte, die zunächst in der gleichnamigen Zeitung und später unter dem Titel „Easy Essays“ veröffentlicht wurden. Hier das Gedicht „Besser oder besser dran“.
In jener Zeit sprach Jesus: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und siehe, in deinem Auge steckt ein Balken! Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!
Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Die Welt wäre besser dran,
wenn die Menschen versuchten
besser zu werden.
Und die Menschen würden
besser werden,
wenn sie aufhören würden zu versuchen
besser dran zu sein.
Denn wenn jeder versucht
besser dran zu sein,
ist niemand besser dran.
Aber wenn jeder versucht
besser zu werden,
ist jeder besser dran.
Jeder wäre reich,
wenn niemand versuchte,
reicher zu werden.
Und niemand wäre arm,
wenn jeder versuchte
der Ärmste zu sein.
Und jeder wäre,
was er sein sollte,
wenn jeder das zu sein versuchte,
von dem er will,
dass es der andere sein soll.
Matthäus-Evangelium 19,16-22
Der aus Frankreich stammende Journalist Peter Maurin (1877-1949) gründete in den USA zusammen mit Dorothy Day die katholische Sozialbewegung „Catholic Worker“. Er schrieb aphorismenartige Gedichte, die zunächst in der gleichnamigen Zeitung und später unter dem Titel „Easy Essays“ in Buchform veröffentlicht wurden. Hier das Gedicht „Teachers of Subjects“, „Meister ihres Fachs“.
Und siehe, da kam ein Mann zu Jesus und fragte:
Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist der Gute. Wenn du aber in das Leben eintreten willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche?
Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst kein falsches Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?
Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen; und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!
Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Unsere Manager
verstehen die Dinge nicht zu managen,
die sie zu managen versuchen,
weil sie die Dinge nicht verstehen,
die Dinge, die sie zu managen versuchen.
Also wenden sie sich an Hochschullehrer
in der Hoffnung, die Dinge zu verstehen
die sie zu managen versuchen.
Aber Hochschullehrer
lehren nichts
als Fächer.
Als Lehrer von Fächern,
können Hochschullehrer
Menschen befähigen
Fächer zu meistern,
aber das Meistern von Fächern
hat noch nie jemanden befähigt
Situationen zu meistern.
Erster Johannes-Brief 1,5b-7
Das Gedicht „Das Erinnern“ stammt von dem deutschen Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843). Er schrieb es 1786 in Denkendorf, noch geprägt von seiner streng pietistischen Herkunft, mit der er sich als Sünder fühlen musste.
Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde.
Viel, viel sind meiner Tage
durch Sünd entweiht gesunken hinab.
O großer Richter, frage
nicht wie, o lasse ihr Grab
erbarmende Vergessenheit,
lass, Vater der Barmherzigkeit,
das Blut des Sohns es decken.
Ach wenig sind der Tage
mit Frömmigkeit gekrönt entflohn.
Sie sinds, mein Engel, trage
sie vor des Ewigen Thron.
Lass schimmern die geringe Zahl,
dass einsten mich des Richters Wahl
zu seinen Frommen zähle.
Johannes-Evangelium 4,20-24
Das Gedicht „Menschenbeifall“ stammt von dem deutschen Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843). Er schrieb es um 1800.
Die Frau sagte zu Jesus: Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.
Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,
Seit ich liebe? Warum achtetet ihr mich mehr,
Da ich stolzer und wilder,
Wortereicher und leerer war?
Ach! Der Menge gefällt, was auf dem Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
An das Göttliche glauben
Die allein, die es selber sind.
Ezechiel 37,4-11
Das Gedicht „The Sword of Surprise“, „Das Überraschungsschwert“ des englischen Schriftstellers Gilbert Keith Chesteron (1874-1936) erschien 1922 in seinem Gedichtband „The Ballad of St. Barbara and Other Verses“.
Der HERR sagte zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des HERRN!
So spricht GOTT, der Herr, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Ich gebe euch Sehnen, umgebe euch mit Fleisch und überziehe euch mit Haut; ich gebe Geist in euch, sodass ihr lebendig werdet. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
Da sprach ich als Prophet, wie mir befohlen war; und noch während ich prophetisch redete, war da ein Geräusch: Und siehe, ein Beben: Die Gebeine rückten zusammen, Bein an Bein. Und als ich hinsah, siehe, da waren Sehnen auf ihnen, Fleisch umgab sie und Haut überzog sie von oben. Aber es war kein Geist in ihnen.
Da sagte er zu mir: Rede als Prophet zum Geist, rede prophetisch, Menschensohn, sag zum Geist: So spricht GOTT, der Herr: Geist, komm herbei von den vier Winden! Hauch diese Erschlagenen an, damit sie lebendig werden! Da sprach ich als Prophet, wie er mir befohlen hatte, und es kam der Geist in sie. Sie wurden lebendig und sie stellten sich auf ihre Füße – ein großes, gewaltiges Heer.
Sunder me from my bones, O sword of God,
Till they stand stark and strange as do the trees;
That I whose heart goes up with the soaring woods
May marvel as much at these.
Sunder me from my blood that in the dark
I hear that red ancestral river run,
Like branching buried floods that find the sea,
But never see the sun.
Give me miraculous eyes to see my eyes,
Those rolling mirrors made alive in me,
Terrible crystal more incredible
Than all the things they see.
Sunder me from my soul, that I may see
The sins like streaming wounds, the life’s brave beat;
Till I shall save myself, as I would save
A stranger in the street.
Trenn’ mich von meinen Knochen, Schwert Gottes,
bis sie kahl und fremd wie Bäume sind,
dass ich, dessen Herz aufsteigt mit erhabenen Wäldern,
ins Staunen komme über sie.
Trenn’ mich von meinem Blut, dass ich im Dunkeln höre,
wie rot der Fluss der Vorfahren fließt,
wie weit verzweigte unterird’sche Fluten zum Meer gelangen,
doch nie die Sonne sehen.
Staunende Augen schenke mir und lass sie sehend werden,
Bewegte Spiegel, die in mir lebendig sind,
furchtbarer Kristall, unglaublicher
als alles, was sie sehen.
Trenn’ mich von meiner Seele, lass mich Sünden sehen,
blutige Wunden und den kühnen Schlag des Lebens;
bis ich mich rette, so wie ich selber einen Fremden
retten würde auf der Straße.
Johannes-Evangelium 1,29-34
Der französische Dichter Paul Marie Verlaine (1844-1896) schrieb das Sonett „Agnus Dei“. Es wurde 1891 in seinem Gedichtband „Les Liturgies intimes“ veröffentlicht. Rainer Maria Rilke übertrug das Gedicht 1914 aus dem Französischen ins Deutsche. Es wurde 1916 veröffentlicht.
Am Tag darauf sah Johannes Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird.
Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.
Es sucht das Lamm die Bitterkeit der Heide,
zieht Salz dem Zucker vor auf seiner Weide,
sein Schritt wird laut im Staub, dass ich ihn nicht vom Regen unterscheide.
Will es ein Ziel, so ist nichts anzufangen,
kopfstoßend starr durchstemmt es sein Verlangen,
dann blökt es seiner Mutter zu, der bangen.
Lamm Gottes, das der Menschen Heil beginnt,
Lamm Gottes, das uns zählt und kennt und findt,
Lamm Gottes, sieh, erbarm dich dessen, was wir sind.
Gib uns den Frieden, nicht den Krieg bescher,
Lamm, schrecklich in des rechten Zornes Wehr,
o du, einziges Lamm, Gott und Gottvaters einziger.
Matthäus-Evangelium 26,20.26-29
Georg Trakl (1887-1914) war ein österreichischer Dichter des Expressionismus. Sein Gedicht „Menschheit“ wurde 1913 in seinem Gedichtband „Gedichte“ in Leipzig veröffentlicht.
Als es Abend wurde, begab Jesus sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinke im Reich meines Vaters.
Menschheit vor Feuerschlünden aufgestellt,
Ein Trommelwirbel, dunkler Krieger Stirnen,
Schritte durch Blutnebel; schwarzes Eisen schellt,
Verzweiflung, Nacht in traurigen Gehirnen:
Hier Evas Schatten, Jagd und rotes Geld.
Gewölk, das Licht durchbricht, das Abendmahl.
Es wohnt in Brot und Wein ein sanftes Schweigen
Und jene sind versammelt zwölf an Zahl
Nachts schrein im Schlaf sie unter Ölbaumzweigen;
Sankt Thomas taucht die Hand ins Wundenmal.
Jesaja 40,18.21-22.25-26
Angelus Silesius, dt. „Schlesischer Engel“, eigentlich: Johannes Scheffler (1624 – 1677) war ein schlesischer Dichter, Theologe und Arzt. Mit seinem „Cherubinischen Wandersmann“ (1657, 1675 erweitert) beschreibt er einen mystischen Weg zu Gott. Dessen sechstem Buch entnommen ist das Gedicht „Der unerkannte Gott“.
Mit wem wollt ihr Gott vergleichen und welches Bild ihm gegenüberstellen?
Wisst ihr nicht, hört ihr nicht? Wurde euch nicht kundgetan von Anbeginn? Habt ihr nicht begriffen die Fundamente der Erde?
Er thront über dem Erdenrund, dessen Bewohner sind wie Heuschrecken. Er breitet wie einen Schleier den Himmel aus und spannt ihn wie ein Zelt zum Wohnen. Mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre, spricht der Heilige. Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat diese Gestirne erschaffen? Der vollzählig herausführt ihr Heer, er ruft sie alle beim Namen. Wegen seiner Fülle an Kraft und mächtiger Stärke fehlt kein einziges.
Was Gott ist, weiß man nicht: Er ist nicht Licht, nicht Geist
nicht Wonnigkeit, nicht Eins, nicht was man Gottheit heißt:
Nicht Weisheit, nicht Verstand, nicht Liebe, Wille, Güte:
Kein Ding, kein Unding auch, kein Wesen, kein Gemüte:
Er ist, was ich und du und keine Kreatur,
eh wir geworden sind, was Er ist, nie erfuhr.
Psalm 139,1-3.7-12
Wolfgang Baldes (geb. 1956) schrieb das Gedicht „Dunkel waltet wie Licht“ in Anlehnung an Psalm 139 während seiner Exerzitien 2011 in Bernried. Bei Nacht ging er durch den Park. Als dunkle Tannnen sich über ihn neigten, war es ihm fast schwarz vor Augen. Doch die Dunkelheit war für ihn nicht finster, er fühlte sich in ihr geborgen.
HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen? Wenn ich hinaufstiege zum Himmel – dort bist du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt – siehe, da bist du. Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen und das Licht um mich soll Nacht sein! Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, die Nacht leuchtet wie der Tag, wie das Licht wird die Finsternis.
Große Weite, du umgibst mich ringsum.
Selbst wenn Dunkelheit mich umhüllt
und Nacht sich um mich legt wie ein Gewand,
so ist die Nacht nicht finster,
sie kann leuchten wie der Tag;
denn Dunkel waltet wie Licht.
Lukas-Evangelium 11,33-36
Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Borchert (1921-1947) hat nur ein schmales Werk hinterlassen: Neben seinem bekannten Nachkriegsdrama „Draußen vor der Tür“ einige Kurzgeschichten und Gedichte. Das Gedicht „Laternentraum“ stammt aus dem 1946 veröffentlichten Band „Laterne, Nacht und Sterne. Gedichte um Hamburg“. – Eine Worterklärung: Ein Fleet ist ein Hafenkanal, wie er sich in Hamburg häufig findet.
In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet eine Leuchte an und stellt sie in einen versteckten Winkel oder unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, damit alle, die eintreten, das Licht sehen. Die Leuchte des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge gesund ist, dann ist dein ganzer Leib hell. Wenn es aber krank ist, dann ist auch dein Leib finster. Achte also darauf, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist! Wenn nun dein ganzer Leib hell ist und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird er ganz hell sein, wie wenn die Leuchte dich mit ihrem Strahl bescheint.
Wenn ich tot bin,
möchte ich immerhin
so eine Laterne sein,
und die müsste vor deiner Türe sein
und den fahlen
Abend überstrahlen.
Oder am Hafen,
wo die großen Dampfer schlafen
und wo die Mädchen lachen,
würde ich wachen
an einem schmalen schmutzigen Fleet
und dem zublinzeln, der einsam geht.
In einer engen
Gasse möcht ich hängen
als rote Blechlaterne
vor einer Taverne –
und in Gedanken
und im Nachtwind schwanken
zu ihren Gesängen.
Oder so eine sein, die ein Kind
mit großen Augen ansteckt,
wenn es erschreckt entdeckt,
dass es allein ist und weil der Wind
so johlt an den Fensterluken –
und die Träume draußen spuken.
Ja, ich möchte immerhin,
wenn ich tot bin,
so eine Laterne sein,
die nachts ganz allein,
wenn alles schläft auf der Welt,
sich mit dem Mond unterhält natürlich
per Du.
Zweiter Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth 5,17-20
Die deutsche Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) veröffentlichte ihr Gedicht „Versöhnung“ erstmals 1911 in ihrem Gedichtband „Meine Wunder“.
Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat. Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!
Es wird ein großer Stern in meinen Schoß fallen …
Wir wollen wachen die Nacht,
In den Sprachen beten,
Die wie Harfen eingeschnitten sind.
Wir wollen uns versöhnen die Nacht –
So viel Gott strömt über.
Kinder sind unsere Herzen,
Die möchten ruhen müdesüß
Und unsere Lippen wollen sich küssen,
Was zagst du?
Grenzt nicht mein Herz an deins –
Immer färbt dein Blut meine Wangen rot.
Wir wollen uns versöhnen die Nacht,
Wenn wir uns herzen, sterben wir nicht.
Es wird ein großer Stern in meinen Schoß fallen.
Lukas-Evangelium 18,28-30
Der deutsch-tschechische Schriftsteller Franz Kafka (1883-1924) hat auch kurze Erzählungen geschrieben. „Der plötzliche Spaziergang“ stammt aus dem Band „Betrachtung“ von 1913.
In jener Zeit sagte Petrus: Siehe, was wir besaßen, haben wir verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Jeder, der um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Brüder, Eltern oder Kinder verlassen hat, erhält dafür schon in dieser Zeit das Vielfache und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Wenn man sich am Abend endgültig entschlossen zu haben scheint, zu Hause zu bleiben, den Hausrock angezogen hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tische sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat, nach dessen Beendigung man gewohnheitsgemäß schlafen geht,
wenn draußen ein unfreundliches Wetter ist, welches das Zuhausebleiben selbstverständlich macht,
wenn man jetzt auch schon so lange bei Tisch stillgehalten hat, dass das Weggehen allgemeines Erstaunen hervorrufen müsste, wenn nun auch schon das Treppenhaus dunkel und das Haustor gesperrt ist,
und wenn man nun trotz alledem in einem plötzlichen Unbehagen aufsteht, den Rock wechselt, sofort straßenmäßig angezogen erscheint, weggehen zu müssen erklärt, es nach kurzem Abschied auch tut, je nach der Schnelligkeit, mit der man die Wohnungstür zuschlägt, mehr oder weniger Ärger zu hinterlassen glaubt,
wenn man sich auf der Gasse wiederfindet, mit Gliedern, die diese schon unerwartete Freiheit, die man ihnen verschafft hat, mit besonderer Beweglichkeit beantworten,
wenn man durch diesen einen Entschluss alle Entschlussfähigkeit in sich gesammelt fühlt,
wenn man mit größerer als der gewöhnlichen Bedeutung erkennt, dass man ja mehr Kraft als Bedürfnis hat, die schnellste Veränderung leicht zu bewirken und zu ertragen,
und wenn man so die langen Gassen hinläuft, —
dann ist man für diesen Abend gänzlich aus seiner Familie ausgetreten, die ins Wesenlose abschwenkt, während man selbst, ganz fest, schwarz vor Umrissenheit, hinten die Schenkel schlagend, sich zu seiner wahren Gestalt erhebt.
Verstärkt wird alles noch, wenn man zu dieser späten Abendzeit einen Freund aufsucht, um nachzusehen, wie es ihm geht.
Jesaja 62,10-12
Der US-amerikanische Dichter Walt Whitman (1819-1892) gilt mit seinem Hauptwerk „Leaves of Grass“ (Grashalme) (1855-1892) als bedeutendster Lyriker der USA im 19. Jahrhundert. Aus dem 15-teiligen „Lied der offenen Straße“ werden hier die ersten beiden Strophen vorgetragen.
Zieht ein, zieht ein durch die Tore, bahnt dem Volk einen Weg! Bahnt, ja bahnt die Straße und räumt die Steine beiseite!
Richtet ein Zeichen auf für die Völker!
Siehe, der HERR hat es bekannt gemacht bis ans Ende der Erde.
Sagt der Tochter Zion: Siehe, deine Rettung kommt.
Siehe, sein Lohn ist mit ihm und sein Ertrag geht vor ihm her!
Dann wird man sie nennen Heiliges Volk, Erlöste des HERRN.
Und du wirst genannt werden:
Begehrte, nicht mehr verlassene Stadt.
1.
Du Straße, die ich betrete und auf der ich mich umschaue,
ich glaube, du bist nicht alles, was hier ist,
ich glaube, auch viel Unsichtbares ist dabei.
Leichtfüßig und unbeschwert geh’ ich auf offener Straße,
gesund und frei, die Welt vor mir.
Der lange irden-braune Weg führt mich, wohin ich will.
Fortan erbitt ich nicht mehr Glück, ich selbst bin Glück.
Fortan jammere ich nicht mehr und schiebe nichts mehr auf,
ich brauch’ nichts mehr. Und fertig bin ich mit den häuslichen
Beschwerden, mit Bibliotheken, mit mürrischen Kritiken,
Zufrieden, stark geh’ ich auf offener Straße.
Genug ist mir die Erde.
Ich will die Umstände nicht näher an mir haben,
ich weiß, sie sind sehr gut – da, wo sie eben sind.
Ich weiß, sie sind genug all denen, die ihnen angehören.
(Noch immer trag’ ich hier die alte köstliche Last,
Ich trage sie, ihr Männer und ihr Frauen,
ich trage sie mit mir, wohin ich gehe,
und schwöre, ganz unmöglich ist es mir, sie loszuwerden,
So voll bin ich davon und werd’ sie wieder füllen.)
2.
Du Straße, die ich betrete und auf der mich umschaue,
ich glaube, du bist nicht alles, was hier ist,
ich glaube, auch viel Unsichtbares ist dabei.
Die tiefgründige Lektion hier ist von Aufnahme,
von Bevorzugung nicht, noch von Verweigerung:
Der Schwarze mit seinem wolligen Kopf,
der Verbrecher, der Kranke, der Analphabet
werden nicht verleugnet;
die Geburt, die Hetze hin zum Arzt, des Bettlers Wanderung,
des Trunkenboldes Taumel,
die lachende Gesellschaft der Mechaniker,
der entflohene Jüngling, die Kutsche des Reichen,
der Dummkopf, das durchbrennende Paar, der frühe
Marktmann, der Leichenwagen, der Umzug der Möbel in die Stadt,
die Rückkehr aus der Stadt.
Sie geh’n vorbei, ich gehe auch vorbei, und alles geht vorbei,
nichts kann verboten werden, nichts erlaubt,
und nichts wird mir auf Dauer lieb und teuer sein.
1. Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessalonich 4,13-14
Die deutsche Schriftstellerin und Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) veröffentlichte ihr Gedicht „Die Unbesungenen“ 1844 in dem Band „Gedichte“.
Brüder und Schwestern, wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott die Entschlafenen durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen.
‚S gibt Gräber, wo die Klage schweigt
Und nur das Herz von innen blutet,
Kein Tropfen in die Wimper steigt
Und doch die Lava drinnen flutet;
‚S gibt Gräber, die wie Wetternacht
An unserm Horizonte stehn
Und alles Leben niederhalten,
Und doch, wenn Abendrot erwacht,
Mit ihren goldnen Flügeln wehn
Wie milde Seraphimgestalten.
Zu heilig sind sie für das Lied,
Und mächt’ge Redner doch vor allen,
Sie nennen dir, was nimmer schied,
Was nie und nimmer kann zerfallen;
O, wenn dich Zweifel drückt herab,
Und möchtest atmen Ätherluft,
Und möchtest schauen Seraphflügel,
Dann tritt an deines Vaters Grab!
Dann tritt an deines Bruders Gruft!
Dann tritt an deines Kindes Hügel!
Erstes Buch der Könige 19,4-13
Das Gedicht „Tröstung des Elia“ des österreichischen Dichters Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) wurde 1908 in seinem Gedichtband „Der Neuen Gedichte anderer Teil“ veröffentlicht.
Elia ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun ist es genug, HERR. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine Väter. Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein. Doch ein Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder hin. Doch der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal, rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich.
Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb.
Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des HERRN erging an ihn: Was willst du hier, Elija?
Er sagte: Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich für den HERRN, den Gott der Heerscharen, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übrig geblieben und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.
Der HERR antwortete: Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den HERRN!
Da zog der HERR vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem HERRN voraus. Doch der HERR war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der HERR war nicht im Erdbeben.
Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der HERR war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.
Er hatte das getan und dies, den Bund
wie jenen Altar wieder aufzubauen,
zu dem sein weitgeschleudertes Vertrauen
zurück als Feuer fiel von ferne, und
hatte er dann nicht Hunderte zerhauen,
weil sie ihm stanken mit dem Baal im Mund,
am Bache schlachtend bis ans Abendgrauen,
das mit dem Regengrau sich groß verband.
Doch als ihn von der Königin der Bote
nach solchem Werktag antrat und bedrohte,
da lief er wie ein Irrer in das Land,
so lange bis er unterm Ginsterstrauche
wie weggeworfen aufbrach in Geschrei,
das in der Wüste brüllte: Gott, gebrauche
mich länger nicht. Ich bin entzwei.
Doch grade da kam ihn der Engel ätzen
mit einer Speise, die er tief empfing,
so daß er lange dann an Weideplätzen
und Wassern immer zum Gebirge ging,
zu dem der Herr um seinetwillen kam:
Im Sturme nicht und nicht im Sich-Zerspalten
der Erde, der entlang in schweren Falten
ein leeres Feuer ging, fast wie aus Scham
über des Ungeheuren ausgeruhtes
Hinstürzen zu dem angekommnen Alten,
der ihn im sanften Sausen seines Blutes
erschreckt und zugedeckt vernahm.
Psalm 136,1-9
Das erste Gedicht aus der Reihe „Erwachen“ von Karl Marx (1818-1883) entstammt einer Kladde des späteren Sozialrevolutionärs, die er seinem Vater 1837 zum 60. Geburtstag geschenkt hat. Marx schrieb dieses Gedicht zwischen 1833 und 1837.
Dankt dem HERRN, denn er ist gut,
denn seine Huld währt ewig!
Dankt dem Gott der Götter, denn seine Huld währt ewig!
Dankt dem Herrn der Herren, denn seine Huld währt ewig!
Ihm, der allein große Wunder tut, denn seine Huld währt ewig,
der den Himmel gemacht hat in Weisheit,
denn seine Huld währt ewig,
der die Erde gefestigt hat über den Wassern,
denn seine Huld währt ewig,
der die großen Leuchten gemacht hat,
denn seine Huld währt ewig,
die Sonne zur Herrschaft über den Tag,
denn seine Huld währt ewig,
den Mond und die Sterne zur Herrschaft über die Nacht,
denn seine Huld währt ewig.
Bricht dein strahlendes Auge
Entzückt und bebend,
Wie wallender Saitenton,
Der gebannt an der Lyra
Sinnend geschlummert,
Empor durch den Schleier
Urheiliger Nacht,
Dann blitzen von oben
Ewige Sterne
Liebend hinein.
Jesaja 61,10-11
Das Gedicht „Gebet“ der deutschen Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) wurde mit der Widmung: „Meinem teuren Halbbruder, dem blauen Reiter“ 1920 in dem Band „Die gesammelten Gedichte“ veröffentlicht. Gemeint ist der Maler und Grafiker Franz Marc.
Von Herzen freue ich mich am HERRN.
Meine Seele jubelt über meinen Gott.
Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils,
er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit,
wie ein Bräutigam sich festlich schmückt
und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt
und der Garten seine Saat sprießen lässt,
so lässt GOTT, der Herr, Gerechtigkeit sprießen
und Ruhm vor allen Nationen.
Ich suche allerlanden eine Stadt,
Die einen Engel vor der Pforte hat.
Ich trage seinen großen Flügel
Gebrochen schwer am Schulterblatt
Und in der Stirne seinen Stern als Siegel.
Und wandle immer in die Nacht …
Ich habe Liebe in die Welt gebracht, –
Daß blau zu blühen jedes Herz vermag,
Und hab ein Leben müde mich gewacht,
In Gott gehüllt den dunklen Atemschlag.
O Gott, schließ um mich deinen Mantel fest;
Ich weiß, ich bin im Kugelglas der Rest,
Und wenn der letzte Mensch die Welt vergießt,
Du mich nicht wieder aus der Allmacht läßt
Und sich ein neuer Erdball um mich schließt.
Jesus Sirach 10,6-11
Das Gedicht „Bauchschmerzen“ schrieb die englische Malerin und Autorin Anna Turner (geb. 1953) in den 1980er Jahren.
Zürne nicht dem Nächsten wegen irgendeines Unrechts! Vollbringe nie Taten des Hochmuts! Vor dem Herrn und den Menschen ist Stolz verhasst, Unrecht gilt beiden als Verfehlung.
Königsherrschaft wechselt von Volk zu Volk wegen Ungerechtigkeiten, Überheblichkeiten und Reichtümern; denn es gibt nichts Gesetzloseres als den Geldgierigen,
dieser macht sogar seine eigene Seele käuflich.
Was überhebt sich Erde und Staub?
Noch während seines Lebens werfe ich seine Eingeweide heraus.
Eine lang andauernde Krankheit verspottet den Arzt:
Heute König und morgen wird er sterben.
Wenn der Mensch stirbt, wird ihm sein Los zuteil:
Maden, wilde Tiere und Würmer.
In mir ein Mensch unter Millionen Menschen,
die ich nur nicht verdauen kann.
So kommen sie in meine Eingeweide
bewegen sich dort hin und her,
machen mich krank und wecken mir den Wunsch,
zu speihen und zu sterben.
Ich sollte stets allein sein, and’re nicht gebrauchen.
Kann keinen Nutzen für sie sehen, auch nicht einen.
Ich werde kälter, kälter – und bestimmt:
Es ist nur eine große Lüge, kümmert keinen.
Warum – zum Teufel – wurden uns Gehirne?
Ich möchte keines mehr
und bin nur da zu essen, auszuscheiden und zu schlafen.
Was Weit’res ist zu viel für mich.
Versuchen tät ich’s doch, mich wohl zu fühlen
inmitten anderer. Wie ich da versage!
Und den ich habe, der versagt.
Er wird genau so schlecht wie ich mit seinem Leben fertig,
und schon kriech’ ich durch sein Gedärm.
Er drückt mich aus sich fort für immer.
Matthäus-Evangelium 1,18-24
Der US-amerikanische evangelische Theologe und Pfarrer Jim Burklo (geb. 1953) schrieb sein Gedicht „Joseph’s Ladder“, „Josefs Leiter“ 2020 in seinen „Musings“ (Überlegungen).
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
Ich dreh mich um in Scham, ich wälze mich im Schmerz.
Ich kann nicht schlafen, und Verwirrung herrscht.
Ich kann was falsch ist nicht vom Richt’gen scheiden.
Und aufgewühlt durchstöhne ich die Nacht.
Und drüben in der Stadt, da ruht Maria,
ein Kind wächst unter ihrer Brust heran.
Mein Menschenverstand sagt, dass es von mir ist;
doch sie ist überzeugt, es ist vom Himmel.
Soll ich gehen oder soll’n wir heiraten?
Im Schweiße wälz’ ich mich auf meinem Bett,
bis Schlaf mir überwiegt, mir Ruhe gibt
von dieser Qual und dieser Prüfung.
Eine Leiter fällt in meinen Traum
vom goldenen Glanz des Himmels runter bis zur Erde.
Da steigen Engel auf den Sprossen ab.
Dann höre ich ein Tosen:
Es zittert voll in meinen Eingeweiden:
Da, eine Stimme, die meinen Namen ruft!
Und wie die Tora es erzählt, so sehe ich,
was Jakob einst vor langer Zeit erträumte:
Gott kam und stand ganz neben ihm
und sprach ihm zu unendlich viele Erben,
Dann stiegt er wieder in die Luft
und ließ den jungen Jakob liegen.
Was Gott damals versprach, das kam in meinen Schlaf.
Von Jakobs Leiter macht es einen Sprung zu mir:
„Sein Name wird Emmanuel sein.“
So höre ich die heil’ge Gegenwart es sagen.
„Gott ist mit uns“ gilt nun und immerdar!
Und dringt dem Kosmos bis ins Mark.
Der Himmel kommt und wohnt auf unserer Erde
durch diese kommende heilige Geburt.
Gott steigt herab, um hier zu bleiben
Die Leiter hebt sich und sie schwebt davon.
Erfrischt wach’ auf ich, und mein Weg ist klar:
Ich bin gewiss, göttliche Lieb’ ist nahe.
Epheser-Brief 3,17-19
Friedrich Engels (1820 – 1895) war ein deutscher Philosoph, Ökonom und Revolutionär. Das Gedicht mit dem Anfang „Und nun vergiss die Schmerzen“ schrieb er 1840 in seinen Reisebericht „Landschaften“.
Durch den Glauben wohne Christus in euren Herzen, in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet. So sollt ihr mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr erfüllt werden in die ganze Fülle Gottes hinein.
Und nun vergiss die Schmerzen,
Die man dir angetan,
Und geh mit ganzem Herzen
Die große freie Bahn.
Der Himmel beugt sich nieder,
wird eines mit dem Meer –
Du willst zerrissen wieder
Fahren dazwischen her?
Der Himmel beugt sich nieder,
Umfängt die schöne Welt,
Selig der schönen Glieder,
Die er umschlungen hält,
Als wollte sie ihn küssen,
So hüpfte die Welle auf,
Und du, du willst zerrissen
Vollenden deinen Lauf?
Sieh wie der Gott der Liebe
Sich in die Welt versenkt,
Und dass er ihr verbliebe,
Sich ihr im Menschen schenkt!
Trägst du nicht allerwegen
Den Gott im Busen dein?
So lass ihn frei sich regen
Und seiner würdig sein!
Apostelgeschichte 17,22-28a
Der deutsche Philosoph und Schriftsteller Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) schrieb das Gedicht „Dem unbekannten Gotte“ im Jahr 1864. Im Herbst dieses Jahres ging er nach Bonn, um dort Theologie zu studieren, wechselte aber bald zur Philologie.
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT.
Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas brauche, er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.
Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.
Noch einmal, eh ich weiterziehe
und meine Blicke vorwärts sende,
heb ich vereinsamt meine Hände
zu dir empor, zu dem ich fliehe,
dem ich in tiefster Herzenstiefe
Altäre feierlich geweiht,
dass allezeit
mich deine Stimme wieder riefe.
Darauf erglüht tief eingeschrieben
das Wort: Dem unbekannten Gotte.
Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte
auch bis zur Stunde bin geblieben:
Sein bin ich – und fühl die Schlingen,
die mich im Kampf darniederziehn
und, mag ich fliehn,
mich doch zu seinem Dienste zwingen.
Ich will dich kennen, Unbekannter,
du tief in meine Seele Greifender,
mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender,
du Unfaßbarer, mir Verwandter!
Ich will dich kennen, selbst dir dienen.

Franz Marc (1880-1916): Versöhnung, Holzschnitt 1912 („Es wird ein großer Stern in meinen Schoß fallen“ (Else Lasker-Schüler))

DIE BIBEL – Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift – Gesamtausgabe, (c) 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH Stuttgart; Titelbild: „Lebensbaum“ von Christel Holl, Rastatt, (c) Beuroner Kunstverlag, D-88631 Beuron – www.klosterkunst.de
In der Reihenfolge der biblischen Bücher über 330 Textpaare für das Projekt „Gott in Wort und Klang – Bibeltexte, Lyrik, Orgelimprovisationen“, das im Pfarrverband Esting-Olching erstmals ab 2010 zunächst in kleinem Rahmen, dann 2020-22 zweimal jährlich mit jeweils ca. 60-minütiger Dauer durchgeführt wurde.
Biblischer Text – Autor*in: Gedicht / Song
Gen 1,1-5 – Günter Kunert: Vorortabend
Gen 1,1-5 – Thomas Weiß: am anfang
Gen 1,24-28a- Andreas Knapp: gottes ebenbild
Gen 2,7-9.16-17- Hermann Hesse: Magie der Farben
Gen 2,7-9.16-17 – Deep Purple: Child In Time
Gen 3,19-24 – Bob Dylan: Gates of Eden
Gen 4,1-16 – Bruce Springsteen: Adam Raised a Cain
Gen 4,2a-5.8b-16 – Hilde Domin: Abel steh auf
Gen 6,13-14.17-19 – Clyde Jackson Browne: Before The Deluge
Gen 8,6-12 – Ingeborg Bachmann: Nach dieser Sintflut
Gen 8,6-12 – Hilde Domin: Bitte (auch zu Dan 3 und Dan 6)
Gen 8,20-22 – John Philips: California Dreamin’
Gen 11,1-9 – Johannes R. Becher: Turm von Babel
Gen 12,1-4a – Ida M. Segerer: Ich darf mich nicht einrichten
Gen 12,1-4a – Frank Weber: Das Leben wagen
Gen 22,1-2.9-13 – Leonard Cohen: Story Of Isaac
Gen 24,2a.4.10-21 – Horst Saul: Die Königin von Saba
Gen 27,30-40 – John Perry Barlow: My Brother Esau
Gen 28,10-16 – Gottfried Benn: Ach, das Erhabene
Gen 28,10-16 – Jan Richardson: Segen wo die Welt endet
Gen 41,15-36 (Auszüge): Helmut Richter: Über sieben Brücken musst du geh‘n
Ex 2,1-10 – Sargon Boulus: Zeugen am Ufer
Ex 3,1b-6 – Paul Celan: Zürich, Zum Storchen
Ex 3,1b-8a.10-13 – Wolfgang Baldes: YHWH
Ex 3,1b-8a.10-13 – Ernst Jandl: an gott
Ex 3,16-17 – Wilhelm Bruners: Namenstag
Ex 3,2-8a.10.13-14 – Andres Knapp: dornbusch
Ex 15,1-2.18-21 – Ingeborg Bachmann: Mirjam
Ex 33,17b-23 – Hans Küng: Ich danke dir, Unfasslicher…
Dt 3,23-18 – Drutmar Cremer: Unterwegs
Ri 4,3-9a.15-21 – Dorothee Sölle: Bibelkunde
2 Sam 11,2-6..14-17.26-27 – Leonard Cohen: Hallelujah
1 Kön 19, 4b-9 – Ida M. Segerer: Ich habe meine Liebe verloren
1 Kön 19,4-13 – Rainer Maria Rilke: Tröstung des Elia
2 Chr 7,11-12.15-18 – Rudyard Kipling: Wenn –
2 Makk 6,24.27.29-31 – Eva Strittmatter: Nachts
Hi 1,13-21 – Klabund: Ich bete. Ich brülle wie ein Stier
Hi 1,14-21 – Randy Newman: God’s Song
Hi 3,1-13 – Christine Lavant: Solchen gibt man für Zärtlichkeiten Saures
Hi 5,8-16 – Pierre Delanoe: L’ombre (Fremde Schatten)
Hi 11,13.25-29a – Rainer Maria Rilke: Du Dunkelheit, aus der ich stamme
Hi 19,2.6-10 – Madeleine Delbrel: Ein neuer Schrei
Hi 22,12-13a;23,1-10 – Nelly Sachs: Hiob
Hi 23,16-24,4 – Marie Luise Kaschnitz: Die Sprache,die einmal ausschwang
Ps 1 – Bertolt Brecht: Erster Psalm
Ps 1,1-3 – Lothar Zenetti: Das Lied von den Menschen, die aussehen wie Bäume
Ps 5,2-7.10-13 – Stephan Wahl: Missbrauch – Ein Wutpsalm
Ps 8 – Andreas Knapp: was ist der mensch
Ps 8,4-7 – Else Lasker-Schüler: O Gott
Ps 14 – Ingeborg Bachmann: Psalm
Ps 16,1-3.-8-11 – Annette von Droste-Hülshoff: Reimereien
Ps 19,1-5 – Lou Andreas-Salomé: Du weiter Himmel über mir
Ps 23 – Robert C. Hunter: Ripple
Ps 23 – Eva Zeller: Der 151. Psalm
Ps 25,1-6 – T-Bone Walker: Stormy Monday
Ps 25,15-22 – Else Lasker-Schüler: Gebet
Ps 26,1-5.8-12 – Stephan Wahl: Stör ihre Kreise. Ein Psalm wider die Heuchler
Ps 30,4-6.12 – Andreas Schalbetter: Tanz
Ps 30,4-6.12 – Madeleine Delbrel: Der Ball des Gehorsams
Ps 31,2-3.6.20.25 – Paul Fleming: An sich
Ps 32,1-7 – Leonard Cohen: Wie wir uns dem Buch der Wandlungen annäherten
Ps 32,1-7b – Albrecht Haushofer: Schuld
Ps 35,18-28 – Peter Handke: Über die Dörfer (Auszug)
Ps 36,6-10 – Josef Hasl: Ostern
Ps 36,6-7a – Pamela Nestor: Visionary Mountains
Ps 49,11-15a – Peter Huchel: Psalm
Ps 56,9-14 – Paul Simon: Bridge Over Troubled Water
Ps 56,11-14 – Wilhelm Bruners: quo vadis?
Ps 57,8-12 – Marie Luise Kaschnitz: Nicht gesagt
Ps 57,8-12 – Albrecht Goes: Die Bitte
Ps 65,2.10-14 – Georg Trakl: Verklärter Herbst
Ps 69,15-19 – Victor Hugo: Die Brücke
Ps 71,5.17-19b – Rainer Maria Rilke: Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
Ps 71,17-23a – Wilhelm Bruners: vor dem aufbruch
Ps 84,5-9 – Reinhold Schneider: Allein den Betern …
Ps 88,2-7.11-14 – Else Lasker-Schüler: Mein Sterbelied
Ps 90,1-4.10.14-17 – Franz Fassbind: Meditation
Ps 90,4-6.10.12.15 – Antoine de Saint-Exupéry: Stadt in der Wüste, 213
Ps 91,1-4 – Jürgen Rennert: Erschaffung des Golems
Ps 94,1-19.22 – Ernesto Cardenal: Gott der Rache – Psalm 93 (94)
Ps 94,8-15 – Bob Dylan: Blowin‘ in the Wind
Ps 103,1-4.13-17a – Andreas Gryphius: Wie eine Rose blühet
Ps 104,1-2.10-15.24 – Hanns Dieter Hüsch: Sehnsucht
Ps 113,1-3 – Guido Gezelle: Die Sonne kommt
Ps 121 – Wolfgang Baldes: Hebe deine Augen auf
Ps 126 – Hanns Dieter Hüsch: Was macht, dass ich so fröhlich bin
Ps 126 – Heinz Piontek: Freies Geleit
Ps 130 – Georg Trakl: De profundis
Ps 130 – Lea Jehle: finstere tiefen halten mich gefangen
Ps 136,1-9 – Karl Marx: Erwachen I
Ps 137,1 – Don McLean: Babylon
Ps 137,1-6 – The Melodians: Rivers of Babylon
Ps 139,1-3.7-12 – Wolfgang Baldes: Dunkel waltet wie Licht
Ps 148,7-13 – Leonard Cohen: If It Be Your Will
Ps 150 – Ernesto Cardenal: Psalm 150
Ps 150 – Wilhelm Bruners: am ende
Spr 3,21-26 – Wolfgang Borchert: Winterabend
Spr 5,14-18a – Rudolf Weilhartner: Der Brunnen
Koh 1,2-3 – Andreas Knapp: kohelet
Koh 1,4-6.8-9 – Cat Stevens: The Wind
Koh 2,4b-8.10-11 – Kerry Livgren: Dust In The Wind
Koh 3,1-8 – Pete Seeger: Turn – Turn – Turn
Koh 3,1-8 – Ulrich Plenzdorf / Puhdys: Wenn ein Mensch lebt
Koh 3,9-14a – Friedrich Nietzsche: O Mensch! Gib acht!
Koh 9,7-19b – Ingeborg Bachmann: An die Sonne
Hld 2,1-7 – Ulrich Plenzdorf / Puhdys: Wenn ein Mensch lebt
Hld 7,1-10 – Horst Saul: Dein Haar ist Rosmarinenwind …
Hld 7,1-11 – Else Lasker-Schüler: Sulamith
Hld 7,11-12;8,2-4.6a.c – Marie Luise Kaschnitz: Maß der Liebe
Weish 7,7-14b – Albrecht Haushofer: Wandlung
Weish 7,24-29 – Paul McCartney: Let It Be
Weish 8,5-10.13 – Cat Stevens: Oh Very Young
Sir 10,6-11 – Anna Turner: Bauchschmerzen
Sir 14,17-19 – Else Lasker-Schüler: Weltende
Sir 20,5-8a – Günter Kunert: Wenn auch schon
Jes 6,1-2,5-8 – Jochen Klepper: Der Prophet 2
Jes 9,1-5 – Enigma: The Child In Us
Jes 9,1-5 – Clyde Jackson Browne: The Rebel Jesus
Jes 11,4-9a – Bill Fay: The Healing Day
Jes 11,1-4a.5-7a – Marie Luise Kaschnitz: Auferstehung
Jes 21,1-8 – Bob Dylan: All Along the Watchtower
Jes 26,7-9 – Friederike Roth: Groß geblieben ist meine Sehnsucht
Jes 30,12-15a – Leonard Cohen: Anthem
Jes 40,13-14.18-21.25-28a – Friedrich Nietzsche: Höchstes Gestirn des Seins!
Jes 40,18.21-22.25-26 – Angelus Silesius: Der unerkannte Gott
Jes 42,1-4.6-7 – Bob Dylan: I Shall Be Released
Jes 42,5-7.9 (Schachter-Übersetzung) – Nelly Sachs: Lauschen …
Jes 45,3-4.7 – Franz Fassbind: Ich will dich nie bei hohlen Namen nennen
Jes 52,1a.2-4.6 – Bob Dylan: Pressing On
Jes 52,13-14; 53,2b-4a.7 – Aaron Zeitlin: Dona, dona
Jes 58,13-14 – Peter Horton: Sind nicht heilig die Tage
Jes 59,9-11 – Fridolin Stier: Vielleicht
Jes 60,16b.17b-20 – Rose Ausländer: in dir
Jes 61,1-4 – Giannina Wedde: Einwilligung
Jes 61,10-11 – Else Lasker-Schüler: Gebet
Jes 61,10-11 – Walt Whitman: Song of the Universal (aus: Grashalme)
Jes 62,4b-7 – Else Lasker-Schüler: Erfüllung
Jes 62,10-12 – Walt Whitman: Lied der offenen Straße (aus: Grashalme)
Jes 63,7-9 – Giuseppe Ungaretti: Barmherzigkeit
Jes 65,17-20a – Bob Marley: No, Woman, No Cry
Jer 1,4-10 – Franz Fassbind: Prophet
Jer 6,12-16c – Steve Winwood: Can’t Find My Way Home
Jer 9, 18-23 – Jehuda Amichai: Der Ort, an dem wir recht haben
Jer 11,9-11a.18-20a – Leonard Cohen: The Butcher
Jer 13,15-17 – Walter Benjamin: Dämmerung
Jer 31,7c-9b – Stanislaw J. Lec: Heimweh
Jer 32,2-4a.6-7 – Coldplay: Fix You
Jer 49,7-12 – Leonard Cohen: Darkness
Bar 2,16b-18 – Ingeborg Bachman: Mild und leise
Ez 28,14-17a – Christoph Meckel: Rede vom Gedicht
Ez 37,4-11 – Gilbert K. Chesterton: Das Überraschungsschwert
Dan 3,46-50 – Hilde Domin: Bitte
Dan 5,1-6.8.30 – Heinrich Heine: Belsatzar
Dan 5,1-6.13-16.23-30 – Paul Simon: The Sound of Silence
Dan 6,17-24 – Hilde Domin: Bitte
Sach 2,14-17 – Eric Clapton: Presence of the Lord
Mt 1,18-24 – Jim Burklo: Josefs Leiter
Mt 4,18-22 – Ernst Eggimann: jesus wenn wir dir nachfolgen …
Mt 5,3-12a – Joan Baez: Blessed Are
Mt 5,33-37 – Andreas Knapp: abergeister
Mt 6,7-15 – Andreas Knapp: ungebet
Mt 6,19-20.24 – Peter Maurin: Gott und der Mammon
Mt 6,25-28 – Peter Horton: Jeder Tropfen
Mt 7,1-5.12 – Peter Maurin: Besser oder besser dran
Mt 7,7-11 – Günter Eich: Es ist gesorgt
Mt 7,13-14 – Günter Kunert: Ich bin ein Sucher …
Mt 9,2-8 – Bob Dylan: In The Garden
Mt 9,10-13 – Werner Bergengruen: Stimme Gottes
Mt 10,5-8 – Madeleine Delbrel: Fahrradspiritualität
Mt 10,26b-31 – Christine Lavant: Versorge die Torheit meines Herzens
Mt 10,26-27 – Josef Dirnbeck: Wieso solche Furcht
Mt 11,2-6 – Christine Lavant: Hören, Hören! – O Du Mein Gott –
Mt 11,2-11 – Bob Dylan: Senor
Mt 12,2-10 – Andreas Knapp: das letzte gericht
Mt 13,24-30 – Mike Scott: Bring ‚Em All In
Mt 13,31-32 – Peter Hamm: Das Senfkorn
Mt 14,25-31 – Leonard Cohen: Suzanne Takes You Down
Mt 14,25-31 – Werner Bergengruen: Der Engel spricht
Mt 15,32-38 – Christine Lavant: Wer dich im Grunde hat …
Mt 16,1-3 – Adelbert von Chamisso: Ev. Matth. c. 15-23
Mt 16,13-18 – Lothar Zenetti: Worte beginnen sich zu regen
Mt 16,24-26 – Ernst Eggimann: jesus warum bedeutest du ….
Mt 19,16-22 – Peter Maurin: Meister ihres Fachs
Mt 20,1-11 – Ernst Eggimann: zeige mir die stelle
Mt 22,1-10 – Elisabeth Borchers: Ich betrete nicht
Mt 22,35-39 – Ida M. Segerer: Wer oder was ist das – Gott?
Mt 25,1-13 – Melanie: Lay Down (Candles In The Rain)
Mt 25,31-40 – Peter Maurin: Die Armen unter Opfern speisen
Mt 25,31-40 – Phil Collins: Another Day In Paradise
Mt 26,20.26-29 – Georg Trakl: Menschheit
Mt 27,27-31 – Leonard Cohen: You Want It Darker
Mt 27,27-31.35-37 – Bob Dylan: Shelter from the Storm
Mt 27,45-46 – Paul Celan: Tenebrae
Mt 28,1-4 – Albrecht Haushofer: Qui ressurexit
Mk 1,32-34 – Lothar Zenetti: Sieh an die Not
Mk 3,1-5 – Ingeborg Bachmann: Im Lot
Mk 3,13-19 – Horst Bienek: Unerwartete Gäste
Mk 4,3-8 – Robert Gernhardt: Schuldchoral II
Mk 4,30-32 – Rainer Maria Rilke: Ich finde dich in allen diesen Dingen
Mk 5,22-24a.35-42a – Robert Walser: Jesus Unerklärlicher
Mk 6,17-28 – Ulla Hahn: Salomes Lied
Mk 7,24-30 – Andreas Knapp: frauenfragen
Mk 8,22-26 – Lothar Zenetti : Das Lied von den Menschen, die aussehen wie Bäume
Mk 9,30-35 – Bob Dylan: The Times They Are A-Changin’
Mk 10,13-16 – Christine Lavant: Wenn wir nicht Kinder oder Greise werden
Mk 13,24-26 – Ingeborg Bachmann: Die Liebe hat einen Triumph …
Mk 13,24-26 – Ben E. King: Stand By Me
Mk 13,33-37 – Marie Luise Kaschnitz: Interview
Mk 13,33-37 – Franz Kafka: Nachts
Mk 14,22-25 – Jim Burklo: Karwoche 2020 – Die Einsetzungsworte
Mk 16,2-8 – Wilhelm Bruners: palmsonntag
Lk 1,26-38 – Jim Burklo: Weihnachtsempfängnis
Lk 1,26-38 – Wilhelm Bruners: Miriam
Lk 2,22.39-40 – Bob Dylan: Forever Young
Lk 4,16-21 – Friedrich Nietzsche: Vom Stundenzeiger des Lebens
Lk 7,18b-23 – Bob Dylan: Ring Them Bells
Lk 9,23-24 – Dag Hammarskjöld: Leib, mein Spielbruder
Lk 11,33-36 – Wolfgang Borchert: Laternentraum
Lk 12,6-7 – Andreas Knapp: lost paradise
Lk 13,6-9a – Bertolt Brecht: Der Pflaumenbaum
Lk 13,18-21 – Ernst Eggimann: jesus knete den sauerteig …
Lk 15,3-6 – Angelus Silesius: Die verlorene und wieder gefunden Drei
Lk 15,11-20 – John Lennon/Paul McCartney: She’s Leaving Home
Lk 18,28-30 – Franz Kafka: Der plötzliche Spaziergang
Lk 19,1-10 – Madeleine Delbrel: Liturgie der Außenseiter
Lk 21,34-36 – Lothar Zenetti: Darüber hinweg
Lk 22,39-46b – Rainer Maria Rilke: Der Ölbaumgarten
Lk 24,1-9 – Ingeborg Bachmann: Was wahr ist
Joh 1,1-5.14 – Johann Wolfgang v. Goethe: Proömium
Joh 1,1-5.9-12a – Peter Horton: Morgenröte
Joh 1,9-13 – Lothar Zenetti: Advent
Joh 1,29-34 – Paul Marie Verlaine: Agnus Dei (übertr. v. Rilke)
Joh 1,35-39a – Lothar Zenetti: Einladung
Joh 2,13-17 – Johann Gottfried Herder: Auf Luthers Bild
Joh 3,3-8 – Andreas Knapp: wiedergeburt
Joh 4,5-7.9-15a – Horst Saul: Der Dorfbrunnen
Joh 4,6-7.9a.10-15 – Dorothee Sölle: gib mir die gabe der tränen gott
Joh 4,7.9-15a -Wolfgang Baldes: Mikwe-Bach
Joh 4,20-24 – Friedrich Hölderlin: Menschenbeifall
Joh 5,1-5 – Wilhelm Bruners : Erinnerungen
Joh 8,12 – Christine Lavant: Was ist mein Anteil, Herr, am Licht?
Joh 8,12 – Erich Fried: Erleuchtung
Joh 8,12-14 – John Henry Newman: Führ, liebes Licht
Joh 8,21-23 – Lothar Zenetti: Anpassung
Joh 9,1-7 – Josef Dirnbeck: Sehen und doch nicht sehen
Joh 10,1-3.7a.9 – Simone Weil: Die Pforte
Joh 10,14-16 – Lothar Zenetti: Wer ist ER?
Joh 11,9-10 – Georg Heym: Mitte des Winters
Joh 11,17-18.32-36.39-44 – Horst Saul: Schwere (2)
Joh 11,21-26 – David Bowie: Lazarus
Joh 11,41-44 – Gilbert K. Chesterton: Der Konvertit
Joh 12,23-24 – Andreas Knapp: wunder des weizenkorns
Joh 14,10-14 – Annette von Droste-Hülshoff: Am sechsten Sonntag nach Ostern
Joh 15,1-5 – Dag Hammarskjöld: Tönendes Schweigen
Joh 16,5-7 – Eric Bazilian/Joan Osborne: One Of Us
Joh 16,12-15 – Günter Eich: Die Herkunft der Wahrheit
Joh 16,28-32 – Dag Hammarskjöld: Die längste Reise
Joh 17,21-24 – Rumi: Dritte Ghasele
Joh 19,1-16 – Georg Heym: Pilatus
Joh 19,28-30.33-35a – Eva Zeller: Zu guter Letzt
Joh 20,1.11-18 – Rainer Maria Rilke: Der Auferstandene
Joh 20,11-16 – Nelly Sachs: Zwischen deinen Augenbrauen
Joh 20,11-16 – Ingeborg Bachmann: Jüdischer Friedhof
Joh 20,24-29 – Franz Theodor Csokor: Der Zweifler
Apg 7,51-52a.54-8,1 – Robert C. Hunter: Saint Stephen
Apg 17,22-28a – Friedrich Nietzsche: Dem unbekannten Gotte
Röm 4,13-16b – Ingeborg Bachmann: Ich frage
Röm 6,3-5-8 – Bob Dylan: Death Is Not The End
Röm 6,3-5.8 – Campino: Nur zu Besuch
Röm 6,3-5.8 – Rainer Maria Rilke: O Herr, gieb jedem seinen eignen Tod
Röm 8,9a.11 – Angelus Silesius: Wie Gott in der heiligen Seele
Röm 8,10-11 – Johann Wolfgang v. Goethe: Talismane
Röm 8,11.14-16 – Khalil Gibran: Du magst an deinem Fenster sitzen
Röm 8,22-25 – Friedrich Schiller: Hoffnung
Röm 8,22-25 – Rosemerry W. Trommer: Hoffnung
Röm 8,24-26 – Friedrich W. Nietzsche: Also sprach Zarathustra (aus: Vorrede, 5.)
Röm 8,24-28a – Jim Burklo: Zu tiefe Seufzer
Röm 8,35.37-39 – Leonard Cohen: Who By Fire
Röm 10,1.6-10 – Don Nix: Everybody Wants To Go To Heaven
Röm 11,33-36 – Johann Gottfried Herder: Gott (1. und 2. Strophe)
Röm 12,15-18 – Wilhelm Bruners: herbstzeit
Röm 15,4-7 – Dag Hammarskjöld: Immerfort
1 Kor 1,18-24 – Heinrich Heine: Zum Lazarus I
1 Kor 1,18-19.22-24 – Hans Arp: Ihr dummen kleinen Tage
1 Kor 7,29-41 – Rainer Maria Rilke: Du musst nicht bangen, Gott…
1 Kor 11,23-34 -Jim Burklo: Tiefre Liebe – Ein Lied zur Kommunion
1 Kor 12,31-13,8a – Erich Fried: Was es ist
1 Kor 13,4-8a – Herbert Grönemeyer: Der Weg
1 Kor 15,20-26 – Hermann Burger: Kranzdeponie
1 Kor 15,42-44 – Christine Lavant: Doch – ich will auch auferstehen
2 Kor3,1b-3 – Christine Busta: Beim Lesen des zweiten Paulusbriefes an die Korinther (3,2-3)
2 Kor 4,8-13 – Wilhelm Bruners: Arbeitsteilung
2 Kor 5,17-20 – Else Lasker-Schüler: Versöhnung
2 Kor 6,1-2.9 – Ida Margarete Segerer: Du neuer Tag…
Gal 2,19-21 – Ulrich Schaffer: Der Christus in mir…
Eph 2,13-19 – Andreas Knapp: krippe und kreuz
Eph 3,14-19 – Friedrich Schiller: Spruch des Konfuzius
Eph 3,17-19 – Friedrich Engels: Und nun vergiss die Schmerzen…
Eph 3,17-19 – Paul Celan: Das Wort vom Zur-Tiefe-Gehen
Eph 5,8-14 – Günter Kunert: Widmung für M.
Phil 2,5-11 – John Lees: Hymn
Phil 3,7-11 – Eva Zeller: Das Stündlein
Kol 3,13-16a- Elizabeth Barrett Browning: Das Neununddreißigste
1 Thess 4,13-14 – Norman Greenbaum: Spirit In The Sky
1 Thess 4,13-14 – Annette von Droste-Hülshoff: Die Unbesungenen
1 Thess 4,15b-18 – Albrecht Goes: Österlicher Friedhof
2 Thess 1,3-7a – Leonard Cohen: The Faith
Hebr 11,2.32-40 – Christine Lavant: Gesteinigt hänge ich am Lebensrad
1 Joh 1,5b-7 – Friedrich Hölderlin: Das Erinnern
1 Joh 3,18-22a – Leonard Cohen: Sisters Of Mercy
1 Joh 4,12-13.16b – Kurt Marti: großer gott klein
1 Petr 1,3-5 – Wilhelm Bruners: palmsonntag
1 Petr 2,22-24 – Patti Smith: Gloria
Offb 4,6b-11a – Giuseppe Ungaretti: Peinigt nicht, aus: Mein Fluss auch Du
Offb 19,11a.13-14 – Kurt Marti: Schriftgelehrte
Offb 21,1-5 – Hilde Domin: Die schwersten Wege
Offb 21,10-11a.18-19a.21 – Bob Dylan: City Of Gold
© für die Auswahl: Wolfgang Baldes, 28.11.2025
Mögliche Songs und biblische Referenzen für das Projekt: „Gott … in Wort und Klang“ – Bibel, Lyrik, Improvisationen
Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom 8,35.37-39
Leonard Cohen (1934-2016) war ein kanadischer Dichter, Schriftsteller und Sänger. Sein Gedicht „Who By Fire“ vertonte er in einem Song auf dem 1974 erschienenen Album „New Skin For An Old Ceremony“. Es ist erst im englischen Original zu hören, dann in einer Übersetzung, dann in einer Improvisatioin. Cohen stellt die Frage nach Gott: Wer beruft angesichts vieler Tode aus dem Leben ab?
Genesis 22,1-2.9-13
„Story of Isaac“ von Leonard Cohen (1934-2016) wurde in sein Album „Songs from a room“ (1969) aufgenommen. Cohen erzählt darin nach Genesis 22 die „Opferung Isaaks“ aus Isaaks Perspektive. Daraus zieht er Schlüsse für die Gegenwart. So entstand ein Lied gegen den Krieg, dem – wie damals in Vietnam – auch heute noch junge Menschen geopfert werden. Cohen geht in einem Interview von 1988 über den Bezug zum Krieg hinaus: “Wir Menschen, so wie wir sind, bestimmen immer wieder Andere dazu, für eine absurde Situation zu sterben, die wir als wichtig definieren.”
Offenbarung 21,10-11a.18-19a.21
Der US-amerikanische Sänger und Literatur-Nobelpreisträger Bob Dylan (geb. 1941) schrieb „City Of Gold“ (Stadt aus Gold) 1979/1980. Der im Stil der Gospel-Musik gehaltene Song stammt aus einer Phase, in der Dylan sich dem Christentum zuwandte. Er sollte ursprünglich in das Album „Saved“ (1980) aufgenommen werden, erschien aber erst 2017 in der Sammlung „Trouble No More: The Bootleg Series Vol. 13“ als Live-Aufnahme von 1980.
Jesaja 52,13-14; 53,2b-4a.7
Das Lied „Dona Dona“ wurde in jiddischer Sprache um 1940 von Aaron Zeitlin (Text) und Sholom Secunda (Musik) geschrieben. Es wurde 1956 ins Englische übertragen und ab 1960 durch die Sängerin Joan Baez (geb. 1941) weltweit bekannt. „Dona“ könnte auf „Donaj“ zurückgehen, eine Kurzform von Adonai, eine jüdische Anrede Gottes. Das Lied handelt von einem Kälbchen, das sich nicht wehren kann, zur Schlachtbank geführt zu werden.
Genesis 27,30-40
Der Liedtexter der US-amerikanischen Band „Grateful Dead“, John Perry Barlow (1947-2018) schrieb „My Brother Esau“ (Mein Bruder Esau). Der Song sollte 1987 auf dem Album „In The Dark“ veröffentlicht werden. Stattdessen erschien er als B-Seite einer Single. Im Song ist „Jakob“ der Erzähler, der mit seinem Zwillingsbruder „Esau“ vom eigenen Vater in den Vietnam-Krieg geschickt worden war. Der Krieg ist beendet, doch im „Schattenboxen“ der im Trauma wiederkehrenden Gedanken setzt er sich fort.
Psalm 148,7-13
Der Song „If It Be Your Will“ (Wenn es dein Wille ist) ist wie ein Psalm, wie ein Gebet formuliert. Damit beendet der kanadische Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) sein 7. Album „Various Positions“ (1984).
Matthäus-Evangelium 11,2-5
Bob Dylan (geb. 1941) schrieb „Señor“ auf der Schwelle seiner Hinwendung zum Christentum. Ähnlich wie Johannes dem Täufer in Mt 11,3 ist ihm Vieles noch eine Frage. Der Song wurde in das Album „Street Legal“ (1978) aufgenommen.
Matthäus-Evangelium 14,25-31
Leonard Cohen (1934-2016) war ein kanadischer Schriftsteller, Dichter und Sänger. „Suzanne Takes You Down“ erschien 1966 in seinem Gedichtband „Parasites Of Heaven“. Cohen singt den Song „Suzanne“ auf seinem 1967 erschienenen Debütalbum. Der Text handelt von der Tänzerin und freigeistigen Muse Suzanne Verdal, die am kanadischen St.-Lorenz-Strom wohnte. Cohen hatte sie dort öfter besucht und regen Gedankenaustausch mit ihr gepflegt.
Genesis 2,7-9.16-17
Die britische Rock-Band Deep Purple schrieb den Song „Child In Time“ 1969 als einen Protest gegen den Krieg in Vietnam. Der Song wurde in seiner Studio-Fassung in das Album „Deep Purple in Rock“ (1970) aufgenommen.
Kohelet 3,1-8
Der US-amerikanische Folksänger und politische Aktivist Pete Seeger (1919-2014) schrieb 1959 den Song „Turn! Turn! Turn! – To Everything There Is A Season“, in dem er den Text von Kohelet aufnimmt. Bekannt wurde das Lied vor allem durch die Cover-Version der Band „The Byrds“ von 1965.
Psalm 23
Robert C. Hunter (1941-2019) war ein US-amerikanischer Dichter, Songschreiber und Musiker, der durch seine Mitarbeit bei der Gruppe „The Grateful Dead“ bekannt wurde. Er schrieb „Ripple“ – Kräuseln 1970. Der Song wurde im gleichen Jahr in das 5. Studio-Album der Band, „American Beauty“, eingespielt.
Jesaja 21,1-8
Bob Dylan (geb. 1941), US-amerikanischer Sänger und Song-Writer, schrieb „All Along The Watchtower“ – „Überall auf dem Wachtturm“. Der Song nimmt Motive aus dem Propheten Jesaja und der Prophezeihung über Babel auf. Er erschien Ende 1967 auf dem Album „John Wesley Harding“.
Jesaja 9,1-5
Das Musik-Projekt Enigma von Michael Cretu (geb. 1957) und anderen nahm den Song „The Child In Us“ (Das innere Kind) 1996 in das Album „The Roi Est Mort, Vive Le Roi!“ auf.
Markus-Evangelium 13,24-26
„Stand By Me“ ist ein Rhythm-&-Blues-Song von Ben E. King (1938-2015) und dem Autorenteam Leiber/Stoller aus dem Jahr 1961. Vorlage des Songs ist ein Gospel, der religiöse Gehalt wurde auf die Sehnsucht nach stabiler Partnerschaft bezogen. Nun versucht die Übertragung ins Deutsche einen Weg zurück in den Gottesbezug.
Matthäus-Evangelium 5,3-12a
Der Song „Blessed Are“ (Selig sind…) der US-amerikanischen Folk-Sängerin Joan Baez (geb. 1941) erschien 1971 auf dem gleichnamigen Album. Darin werden auch die Angehörigen der Männer seliggepriesen, die im Vietnam-Krieg ihr Leben ließen.
Jesaja 42,1-4.6-7
Bob Dylan (geb. 1941) schrieb 1967 den Song „I Shall Be Released“ (Ich werde erlöst sein). Er wurde 1968 erstmals von der kanadischen Gruppe „The Band“ auf ihrem Debütalbum veröffentlicht und 1971 erstmals auf dem Album von Bob Dylan „Greatest Hits Vol. 2“. Der Song hat den Charakter eines Gospel und verknüpft religiöse Motive von Erlösung mit denen einer Befreiung aus der Haft.
Lukas-Evangelium 23,44-47
Der kanadische Schriftsteller, Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) schrieb „Anthem“ (Hymne), musikalisch fast ein Kirchenlied, für sein Album „The Future“, das 1992 veröffentlicht wurde.
Erster Petrusbrief 2,22-24
„Gloria (In Excelsis Deo)“ ist ein Song der US-amerikanischen Poetin und Sängerin Patti Smith (geb. 1946) aus ihrem Debütalbum „Horses“ von 1975. Es ist Punk und nimmt den obsessiven Stil der Beatnik-Gedichte der New Yorker Szene auf.
Lukas-Evangelium 15,10-20
„She’s Leaving Home“ (Sie verlässt ihr Zuhause) ist ein Song von John Lennon und Paul McCartney aus dem Album der Beatles: „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ von 1967: Es gibt neben dem „verlorenen Sohn“ eine „verlorene Tochter“.
Weisheit 7,24-29
„Let It Be“ ist ein Song des britischen Musikers Paul Mc Cartney (geb. 1942) von den „Beatles“. Der Song erschien 1970 auf dem gleichnamigen Album. Darin ist von Weisheit aus dem Mund seiner „Mutter Maria“ die Rede – tatsächlich seine Mutter, die starb, als er 14 war. Die „Gottesmutter“ Maria gilt in christlicher Tradition als Verkörperung der Weisheit Gottes.
Lukas-Evangelium 2,22.39-40
„Forever Young“ ist ein Song des US-amerikanischen Folk-Sängers Bob Dylan (geb. 1941), der erstmals 1974 auf dem Album „Planet Waves“ erschienen ist – eine Fülle guter Segenswünsche für einen jungen Menschen.
Johannes-Evangelium 11,21-26
Im Song „Lazarus“ auf seinem letzten Album „Blackstar“ inszeniert sich der britische Musiker und Sänger David Bowie (1947-2016) als biblische Figur. Angesichts seines nahenden Todes – er litt an Krebs und starb kurz nach der Veröffentlichung des Albums – sucht er Trost und will ihn spenden: „Schaut hier hoch, ich bin im Himmel.“
Psalm 25,1-6
T-Bone Walker (1910-1975) war einer der bedeutendsten Blues-Musiker in den USA. „Stormy Monday“ entstand 1947 und wurde später u.a. auch von Eric Clapton aufgenommen. Der Blues verbindet das Leben mit dem Glauben an den Gott, der sich der Nöte erbarmt – und sei es nur die Hoffnung, dass die Liebste zurück kommt. Der Blues ist gleichsam der musikalische Psalter der Schwarzen im frühen 20. Jahrhundert.
Lukas-Evangelium 7,18b-23
„Ring Them Bells“ (Läutet die Glocken) ist ein Song des US-amerikanischen Sängers Bob Dylan (geb. 1941). Er klingt wie ein Kirchenlied und erschien 1989 auf dem Album „Oh Mercy“.
Erster Brief des Paulus an die Thessalonicher 4,13-14
Norman Greenbaum (geb. 1942), ein US-amerikanischer Sänger und Song-Schreiber schrieb „Spirit In The Sky“ (Geist im Himmel). 1969 wurde der Song ein „One-Hit-Wonder“.
Brief des Paulus an die Gemeinde in Philippi 2,5-11
Der britische Musiker John Lees (geb. 1947) schrieb den Song „Hymn“, ein Text, „der fast das ganze christliche Glaubensbekenntnis umfasst“ (Georg Schmitt). Der Song erschien 1977 auf dem Album „Gone To Earth“ von Barclay James Harvest. Lees hatte 1967 die Band gegründet, die bis 1998 bestand.
Apostelgeschichte 7,51-52a.54-8,1
„Saint Stephen“ (Heiliger Stephanus) ist ein Song den der US-amerikanische Schriftsteller und Song-Texter Robert Hunter (1941-2019) für die Gruppe „Grateful Dead“ schrieb. Er erschien 1969 auf deren dritten Studio-Album „Aoxomoxoa“. Der Text bezieht sich auf die letzten Tage und den Martyrertod des Heiligen Stephanus.
Johannes-Evangelium 16,5-7
„One Of Us“ (Einer von uns) ist ein Song aus dem Jahr 1995, der von Eric Bazilian (geb. 1953) geschrieben wurde. Interpretiert wurde er von Joan Osborne auf ihrem Debütalbum „Relish“.
Zweiter Brief an die Gemeinde in Thessalonich 1,3-7a
Der kanadische Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) schrieb den Song „The Faith“ (Der Glaube) für sein Album „Dear Heather“ das 2004 veröffentlicht wurde.
Markus-Evangelium 9,30-35
Der US-amerikanische Schriftsteller und Sänger Bob Dylan (geb. 1941) schrieb den Song „The Times They Are A-Changin’“ für das gleichnamige Album, das 1964 erschien. Damit festigte er seinen Ruf als Protestsänger und Stimme der Jugendbewegung.
Genesis 8,20-22
„California Dreamin’“ (Träumen von Kalifornien) ist ein erstmals 1965 veröffentlichter Song des US-amerikanischen Musikers John Philips (1935-2001), der durch die Gruppe „The Mamas and the Papas“ bekannt wurde.
Jeremia 11,9-11a.18-20a
„The Butcher“ (Der Metzger) ist ein Song, den der kanadische Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) gegen das für ihn sinnlose Schlachten im Vietnam-Krieg schrieb. Er wurde 1969 auf dem Album „Songs From A Room“ veröffentlicht.
Hoheslied 2,7-10; Kohelet 3,1-8
„Wenn ein Mensch lebt“ ist ein Song der Ostberliner Rockband „Puhdys“ aus dem Jahr 1973 und ist Bestandteil des Soundtracks zum DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“. Den Songtext wie das Drehbuch schrieb der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf (1934-2007). Der Song nimmt Motive aus dem Hohenlied und aus Kohelet auf.
Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom 10,1.6-10
Albert King (1923-1992) war ein US-amerikanischer Blues-Musiker und -Sänger. Den Text zu seinem Song „Everybody Wants To Go To Heaven“ (Jeder möchte in den Himmel) schrieb Don Nix (geb. 1941), der ihn auch erstmals für das Album „Lovejoy“ 1971 produzierte.
Erster Johannesbrief 3,18-22a
Der kanadische Schriftsteller, Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) schrieb den Song „Sisters Of Mercy“ (Schwestern der Barmherzigkeit). Er erschien erstmals 1967 auf seinem Debüt-Album „Songs of Leonard Cohen“.
Zweites Buch Samuel 11,2-6.14-17.26-27
Leonard Cohen (1934-2016) schrieb den Song „Hallelujah“, der 1984 auf seinem Album „Various Positions“ veröffentlicht wurde. Der Text nimmt Bezug auf die Geschichte von König David und Batseba und auf die Schuld Davids. Der „Name“ ist eine Bezeichnung für den Gottesnamen. Am Ende auch jeden Scheiterns steht für Cohen das „Hallelujah“, das aus dem Hebräischen stammt und bedeutet, Gott zu lobpreisen.
Jeremia 32,2-4a.6-7
„Fix You“ (Ich werde dich wieder herstellen) ist ein Song der britischen Rock-Band Coldplay für ihr drittes Studio-Album „X & Y“ (2005). Der Text geht zurück auf ein Trostwort von Bandmitglied Chris Martin für seine damalige Ehefrau Gwyneth Paltrow, deren Vater 2002 gestorben war.
Matthäus-Evangelium 27,27-31
„You Want It Darker“ ist das letzte Album des kanadischen Dichters und Sängers Leonard Cohen (1934-2016). Es erschien 17 Tage vor seinem Tod. Der gleichnamige Song wurde von Cohen geschrieben. Die Musik stammt von seinem Produzenten Patrick Leonard. Der Song zeigt, wie Cohen mit Gott ringt, ein dunkler Dialog mit seinem Schöpfer – und dennoch: „Ich bin bereit, oh Herr.“ Fast ein musikalisches Testament.
Jeremia 49,7-12
Der kanadische Schriftsteller, Dichter und Sänger Leonard Cohen (1934-2016) schrieb den Song „Darkness“ (Dunkelheit), der 2012 auf dem Album „Old Ideas“ veröffentlicht wurde.
Jesaja 9,1-5
„The Rebel Jesus“ ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Musikers Clyde Jackson Browne (geb. 1948). Der Song erschien 1997 und wurde auf dem Album „The Next Voice You Hear – The Best Of“ veröffentlicht.
Genesis 6,13-14.17-19
„Before The Deluge“ (Vor der Sintflut) ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Musikers Clyde Jackson Browne (geb. 1948). Der Song erschien 1974 auf dem Album „Late For The Sky“.
Psalm 56,9-14
„Bridge Over Troubled Water“ (Brücke über aufgewühltem Wasser) ist eine Ballade des US-amerikanischen Folk-Rock-Duos Simon & Garfunkel, Paul Simon (geb. 1941) und Art Garfunkel (geb. 1941). Das Stück wurde von Paul Simon geschrieben und von Art Garfunkel weitgehend solo gesungen. Es wurde 1970 als Titelsong des gleichnamigen Albums veröffentlicht.
Kohelet 2,4b-8.10-11
„Dust In The Wind“ (Staub im Wind) ist ein Rocksong der US-amerikanischen Band „Kansas“. Er wurde 1977 erstmals auf dem Album „Point of Know Return“ veröffentlicht. Der Song wurde von Kerry Livgren (geb. 1949), dem Gitarristen und Keyboarder der Band, geschrieben, nachdem er ein Buch über die Dichtkunst der amerikanischen Ureinwohner gelesen hatte.
Hiob 1,14-21
Randy Newman (geb. 1943) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Pianist. „God’s Song“, in dem Newman bedenkt, wie sehr der Mensch auf Göttliches angewiesen ist, erschien 1972 auf seinem Album „Sail Away“. Der Song fordert zum Nachdenken über die Beziehung zwischen Gott und Mensch auf und stellt die Frage nach dem Grund für Gottes Liebe zur Menschheit.
Genesis 4,1-16
„Adam Raised a Cain“ (Adam zog einen Kain auf) ist ein Song des US-amerikanischen Sängers, Gitarristen und Songwriters Bruce Springsteen (geb. 1949) auf seinem vierten Album „Darkness on the Edge of Town“ von 1978.
Erster Petrusbrief 1,5-9
„Paradies“ ist ein Song der deutschen Punkrock-Band „Die Toten Hosen“ von dem 1996 veröffentlichten Studioalbum „Opium für’s Volk“. Text und Musik stammen von Campino, eigentlich Andreas Frege (geb. 1962). Der Text kritisiert eine Kirche, die nicht in die Freiheit führt und den Menschen enge Regeln vorgibt.
Psalm 137,1-6
„Rivers of Babylon“ ist ein 1978 durch die deutsche Disco-Gruppe „Boney M.“ bekanntgewordener Hit. Er war 17 Wochen auf Platz 1 der Charts. Das Original aus dem Jahr 1970 stammt von der jamaikanischen Reggae-Gruppe „The Melodians“. Eingeflochten in den Songtext sind Ps 137,1-4 und Ps 19,15.
Paulus im Brief an die Gemeinde in Rom 6,3-5.8
Der US-amerikanische Sänger und Dichter Bob Dylan (geb. 1941) schrieb die Ballade „Death Is Not The End“ zwischen 1983 und 1987 für sein 25. Studio-Album „Down In The Groove“, das 1988 erschien. Der Text ist hier gekürzt wiedergegeben.
Kohelet 1,4-6.8-9
Cat Stevens, auch Yussuf (geb. 1948) ist ein englischer Sänger und Songwriter. Er schrieb den kurzen Song „The Wind“, der 1971 auf seinem fünften Album „Teaser And The Firecat“ erschien.
Matthäus-Evangelium 13,24-30
Mike Scott (geb. 1958) ist ein schottischer Sänger, Gitarrist und Pianist. Er gründete „The Waterboys“ und veröffentlichte 1995 das Soloalbum „Bring ‚Em All In“ (Bringt Alles ein). Der gleichnamige Song wurde in diesem Album veröffentlicht.
Psalm 137,1
Der US-amerikanische Sänger und Songschreiber Don McLean (geb. 1945) nahm 1971 den Kanon „Babylon“ in sein Album „American Pie“ auf. Der Text ist aus Psalm 137,1.
Psalm 36,6-7a
Die britische Sängerin Joan Armatrading sang “Visionary Mountains” auf dem Album “Whatever’s For Us” (1972). Der Text stammt von der Sängerin und Songschreiberin Pamela Nestor (geb. 1948). Bekannter ist die Coverversion von „Manfred Mann’s Earth Band“ auf dem Album „Nightingales & Bombers“ von 1975.
Jesaja 11,4-9a
Der englische Sänger und Songschreiber Bill Fay (geb. 1948) veröffentlichte „The Healing Day“ (Der Tag der Heilung) auf seinem vierten Studio-Album „Life Is People“ von 2012.
Matthäus-Evangelium 25,1-13
„Lay Down (Candles in the Rain)” ist die zweite Single der US-amerikanischen Sängerin Melanie Safka (1947 – 2024), die 1970 auf ihrem Album „Candles in the Rain“ veröffentlicht wurde. Ein Song, der zur Wachsamkeit in finsteren Zeiten aufruft und auf die Wirkung des Lichts vertraut.
Paulus im Brief an die Gemeinde in Rom 6,3-5.8
Der deutsch-britische Sänger Campino, eigentlich Andreas Frege (geb. 1962) schrieb den Song zu der Ballade „Nur zu Besuch“ nach dem Tod seiner Mutter. Der Song erschien 2002 auf dem Album „Auswärtsspiel“ der Punk-Band „Die Toten Hosen“.
Daniel 5,1-6.13-16.23-30
„The Sound of Silence” (Der Klang der Stille) ist ein Song des US-amerikanischen Folk-Duos „Simon and Garfunkel”. Paul Simon (geb. 1941) schrieb den Song, der 1964 auf dem Album „Wednesday Morning, 3 A.M.“ erstmals veröffentlicht wurde.
Genesis 3,19-24
„Gates of Eden“ (Tore von Eden) ist ein Song von Bob Dylan (geb. 1941). Er scheint inspiriert zu sein von William Blake’s „The Gates of Paradise“ (1787-1793) mit einer dunklen, weit von Eden entfernten Bildersprache über eine dekadente Welt. Veröffentlicht wurde Dylan’s Song 1965 auf dessen Album „Bringing It All Back Home“.
Psalm 94,8-15
„Blowin‘ in the Wind“ ((Die Antwort) weht im Wind) von 1962 ist der wohl bekannteste Song des US-amerikanischen Folk-Sängers Bob Dylan (geb. 1941). Der Song erschien erstmals 1963 auf dessen Album „The Freewheelin‘ Bob Dylan“.
Genesis 41,15.17-19a.20.22-27.29-30.33-36
„Über sieben Brücken musst du geh’n“ ist ein Song der DDR-Rockband Karat aus dem Jahr 1978. Den Text schrieb der deutsche Lyriker Helmut Richter (1933 – 2019). Hier die beiden letzte Strophen und der Refrain.
Hiob 5,8-16
Die französische Chanson-Sängerin Francoise Hardy (1944-2024) sang den Song „L’ombre“. Er wurde 1970 auf dem Album „Soleil“ veröffentlicht. Unter dem Titel „Fremde Schatten“ erschien er im selben Jahr auf dem auf Deutsch aufgenommenem Album „Träume“. Der Originaltext stammt von Pierre Delanoe. Peter Lach schrieb die deutsche Version.
Weisheit 8,5-10.13
Der britische Sänger Cat Stevens, später Yusuf, geb. 1948, schrieb den Song „Oh very young“. Veröffentlicht wurde er erstmals 1974 auf dem Album „Buddha and the Chocolate Box“. Es mag sein, dass der früh verstorbene Sänger Buddy Holly (1936-1959) und sein Vermächtnis für die Gegenwart gemeint ist.
Jeremia 6,12b-16c
Der britische Rockgitarrist und Sänger Steve Winwood (geb. 1948) schrieb den Song „Can’t Find My Way Home”, der erstmals 1969 auf dem einzigen Album „Blind Faith“ der gleichnamigen Rockformation erschien.
Sacharja 2,14-17
Der britische Rockgitarrist und Sänger Eric Clapton (geb. 1944) schrieb den Song „Presence of the Lord“, der erstmals 1969 auf dem einzigen Album „Blind Faith“ der gleichnamigen britischen Rockformation erschien.
Jesaja 65,17-20a
„No, Woman, No Cry“ ist ein Reggae-Song des jamaikanischen Musikers und Sängers Bob Marley (1945-1981) und von Vincent Ford (1940-2008). Erstmals wurde er 1974 auf dem Album “Natty Dread” von Bob Marley & The Wailers veröffentlicht. Beide sollen eines Abends in Trenchtown, einem Viertel der jamaikanische Hauptstadt Kingston, bei einer Suppenküche den Streit eines in der Nähe wohnenden Ehepaars mitbekommen haben. Das Weinen der Frau war zu hören. Ihr zum Trost entstand der Song. Die Suppenküche wurde später von den Tantiemen betrieben.
Jesaja 52,1a.2-4.6
„Pressing On“ (Weitermachen) ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan (geb. 1941). Ende der 1970er Jahre hatte er sich dem Christentum zugewandt. Der Song erschien 1980 auf dem Album „Saved“ (Gerettet).
Matthäus 9,2-8
„In The Garden“ (In den Garten) ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan (geb. 1941). Ende der 1970er Jahre hatte er sich dem Christentum zugewandt. Der Song, hier gekürzt, erschien 1980 auf dem Album „Saved“ (Gerettet).
Matthäus 27,27-31.35-37
„Shelter from the Storm“, Schutz vor dem Sturm, ist ein Song des US-amerikanischen Sängers und Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan (geb. 1941), der 1975 auf dem Album „Blood on the Tracks“ veröffentlicht wurde. Er nimmt Motive aus der Passion Jesu auf und verbindet sie mit Motiven von Erlösung. Der Song ist hier um die Hälfte gekürzt.
Matthäus-Evangelium 25,31-40
„Another Day In Paradise“ ist ein Song des englischen Sängers und Musiker Phil Collins, geb. 1951, aus dem Jahr 1989. Er soll auf das Schicksal der Obdachlosen vor allem in den USA aufmerksam machen. Der Song erschien im selben Jahr auf Collins‘ viertem Studioalbum „… But seriously“.
Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth 13,4-8a
Der deutsche Schauspieler, Songwriter und Musiker Herbert Grönemeyer (geb. 1956) schrieb den Song „Der Weg“ für seine im Jahr 1998 verstorbene Frau Anna Henkel-Grönemeyer. Das Lied verarbeitet intensiv seine Trauer, erinnert an gemeinsame Jahre und gilt als eines der emotionalsten Stücke seines Albums „Mensch“, das 2002 veröffentlicht wurde.
In Veranstaltungen mit Orgel wird jeweils nur ein Song zu Gehör gebracht, die anderen literarischen Texte sind Gedichte. In Veranstaltungen mit Band werden nur Songs präsentiert. – Die Spotify-Playlist mit den Songs ist hier zu erreichen.
© Wolfgang Baldes, 28.11.2025