Wolfgang Baldes

6–8 Minuten

Vita

Am 21. August 1956 kam ich in Olpe im Sauerland zur Welt. Bereits in der Schulzeit interessierte ich mich für Literatur. In Bensberg nahm ich 1974 an einer Tagung anlässlich des Todes von Ingeborg Bachmann teil. 1976 machte ich in Wuppertal am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Abitur. Im Herbst begann ich das Studium der Philosophie und Theologie an der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen in Frankfurt. Nach dem Vordiplom 1978 ging ich für ein Jahr nach Berkeley zur Graduate Theological Union (GTU). 1981 beendete ich meine Studien mit dem Diplom in Katholischer Theologie. Schwerpunkt meiner Diplomarbeit war die Pastoralpsychologie.

1982 bis 1984 unterrichtete ich Religion an einer Realschule, studierte in dieser Zeit auch Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität. Von 1984 bis 1988 arbeitete ich „auf den Dächern von München“. In dieser Zeit belegte ich Kurse im Bereich der Medienarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaften und Medienarbeit (IKM) der Hochschule für Philosophie. Dort war ich von 1988 bis 1998 Redakteur für elektronische Textmedien (Bildschirmtext und Videotext) im Rahmen von zwei Projektaufträgen der Deutschen Bischofskonferenz.

1996 wurde ich in den Bewerberkreis für den Ständigen Diakonat des Erzbistums München und Freising aufgenommen. 1998 trat ich meinen Vorbereitungsdienst in der Pfarrei St. Peter und Olching, Olching, an, und war auch nach meiner Weihe im Jahr 2000 dort als Ständiger Diakon tätig, später dann für den gesamten Pfarrverband Esting-Olching.

In den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit entwickelte ich zwei Formate, die ich im Ruhestand seit September 2022 weiterführe, den freien Tanz und eine literarisch-musikalische Präsentation, die ich „Gott in Wort und Klang“ nenne.

Zum persönlichen Leben bleibt nachzutragen: Nach dem Tod meiner ersten Frau 2013 bin ich seit 2020 in zweiter Ehe verheiratet und lebe in Putzbrunn.

* Energien, die in uns wohnen, aber aufgrund von Erziehung und Moral im Körper eingesperrt sind, können im Tanz befreit werden. Auch wenn wir sie nicht immer mögen: Nur was angenommen ist, kann auch erlöst werden. Diese Methode fördert die Lebensfreude und die Kreativität.

* Rhythmen, die in der Natur und in unserer Mitwelt vorkommen, werden in sogenannten Wellen getanzt, in denen die Rhythmen sich aufbauen und wieder abflauen. In diesem Geschehen kann eine größere Ganzheitlichkeit erfahren werden, bis hin zu einem tiefen inneren Frieden.

Beide Methoden habe ich in Workshops praktiziert und in tanztherapeutischen Studien vertieft.

Ergänzt habe ich die beiden Methoden durch den Chace-Kreis nach Marian Chace und durch die Authentische Bewegung nach Mary Whitehouse.

Seit 2019 biete ich selber 2 Mal im Jahr Tanzworkshops an. Die nächsten sind:

Den eigenen Lebenstanz entdecken – Samstag, 7.10.23, 14 – 18.30 Uhr, Pfarrsaal von St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c, freie Teilnahme, Spenden erbeten, Anmeldung bis spätestens 28.09.23

Tanze Dein Leben! – Samstag, 20.04.24m 10 – 18 Uhr, Pfarrsaal von St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c, freie Teilnahme, Spenden erbeten, Anmeldung bis spätestens 10.4.24

Den eigenen Lebenstanz entdecken – Samstag, 12.10.24, 14 – 18.30 Uhr, Pfarrsaal von St. Johann Baptist, Gröbenzell, Kirchenstr. 16c, freie Teilnahme, Spenden erbeten, Anmeldung bis spätestens 2.10.24

Mitzubringen sind jeweils nicht beengende Kleidung, warme Socken sowie eine Iso-Matte und eine Decke für die Ruhephasen. Das Pfarrzentrum liegt nur 5 Minuten vom S-Bahnhof Gröbenzell (S 3 Richtung Maisach/Mammendorf) entfernt.

Informationen und Anmeldung bitte unter wolfgang.baldes(at)arcor.de

Gott in Wort und Klang

Die nächsten Termine:

Gott in Wort und Klang, 28.1.24, 19 Uhr, St. Stephan, Putzbrunn, mit Texten aus der Bibel sowie von Leonard Cohen (The Faith), Hans Küng, Christine Lavant, Karl Marx, Friedrich Nietzsche, Simone Weil und Lothar Zenetti, Orgelimprovisationen: Stefan Förth.

Gott in Wort und Klang, 7.4.24, St. Josef, Puchheim, mit Texten aus der Bibel sowie von Ingeborg Bachmann, Franz Theodor Czokor, Madeleine Delbrel, Bob Dylan („I Shall Be Released“), Josef Hasl, Albrecht Haushofer und Marie Luise Kaschnitz; Sprecher: Dr. Helmut Schnieringer und Wolfgang Baldes, Organist: Wolfgang Mann

Neben Improvisationen auf der Orgel gibt es auch Veranstaltungen mit Keyboard, Guitarre und ggf. weiteren Instrumenten:

Hier ein Pressebericht über die Veranstaltung am 20.2.22 in St. Elisabeth, Esting:

„Stand By Me“ – Eine Andacht etwas anderer Art

Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenwort, nicht nur Offenbarung, sondern auch Niederschlag dessen, was Menschen vor Gott bewegt. Und damit ist sie auch Literatur – wie die Lyrik. Songtexte werden in englischer Sprache lyrics genannt. Und das Wort lyrics leitet sich ab von der Lyra – der Leier, einem alten Musikinstrument. Keine alte Leier waren die Instrumente, mit denen am Sonntag, den 20. Februar, in St. Elisabeth, in der Reihe „Gott in Wort und Klang“ eine „konzertante Lesung, eine Art Andacht, in gewisser Weise eine neue Form des Gottesdienstes“ gestaltet wurde, so der Initiator Diakon Wolfgang Baldes, der die Andacht  konzipiert hatte.

Zusammen mit Lektorin Ursula Schmüser (sie brachte die Bibeltexte gekonnt  zur Geltung) trug er vor ca. 35 Teilnehmenden Songtexte im rhythmisch vorgetragenen Orginal und in eigener Übersetzung vor. Anschließend wurden die Songs mit Bass-Gitarre, Gitarre, Saxofon und Cajon – in oft perfektem Zusammenspiel – improvisiert. Leider war der Keyboarder kurzfristig erkrankt. Da die Musiker sich gut auf den Abend vorbereitet hatten, planen sie nun in voller Besetzung ihre Improvisationen noch einmal in einer Münchner Kirche zu Gehör zu bringen. Die großenteils literarisch anspruchsvollen Songs waren „Anthem“ von Leonard Cohen („Es ist ein Riss, ein Spalt in allem, so fällt das Licht herein“), „Stand By Me“ (Steh mir bei) von Ben E. King, „I Shall Be Released“ (Ich werde erlöst sein) von Bob Dylan und „Blessed Are“ (Selig sind…) von Joan Baez. Am Schluss seiner Einführung hatte Wolfgang Baldes gesagt: „Ich wünsche Ihnen allen einen Abend, an dem Sie spüren, dass Licht hineinfällt in Ihr Leben; dass Ihnen erneut aufgehen möge, Sie sind nicht allein; dass Erlösung sich Ihnen auftut in vielfältiger Dimension – und dass, wie Joan Baez gesungen hat, tiefe Wasser auch für Sie fließen, voll mit Freude und Hoffnung.“

Der nächste Termin ist:

„Dunkel waltet wie Licht. Musik, Bilder und Texte im Dunkel unserer Nacht“ mit Texten aus der Bibel sowie von Franz Kafka, Wolfgang Baldes, Wolfgang Borchert und Else Lasker-Schüler, mit Bildern von Heidi Crusius und Musik auf Keyboard und Gitarre vom Duo PS – Sonntag, 4.2.24, 19 Uhr, St. Elisabeth, Esting

Segensfeiern und Trauungen

Wenn Paare zusammen sind, spüren sie oft:

„Die Liebe die in uns wohnt, ist nicht selbstverständlich. Sie ist ein Geschenk des Himmels. Nicht nur, dass wir einander gefunden haben und das Leben miteinander einen Mehrwert hat, sondern wir sehen dies als eine Basis dafür an, für unser ganzes Leben zusammen zu bleiben. Sicher, wir wissen nicht, ob uns das wirklich gelingen wird. Aber wir haben die Hoffnung, dass es so geschehen kann und das nicht nur aus eigener Kraft und Anstrengung, sondern auch mit einer Hilfe von oben.“

Paare möchten deshalb auch gesegnet sein und in diesem Segen die „Hilfe von oben“ zugesprochen bekommen. Oft möchten sie auch, dass dieser Segen gestaltet und gefeiert wird.

Ich biete Trauungen und Segensfeiern an.

Eine Frau und ein Mann, bei denen in der Regel keine Vorehe vorliegt und von denen eine/r katholisch und in der Kirche ist, können die sakramentale Form der Eheschließung wählen. Sie glauben, dass in ihrer Liebe Gott selbst gegenwärtig ist. In ihrem Ja zueinander gibt Gott selbst sein Ja. Eine solche kirchliche Trauung muss in einer Kirche oder in einer Kapelle stattfinden. Da ich Diakon der katholischen Kirche bin, kann mir ein Pfarrer für seine Pfarrei eine Traubefugnis erteilen. Das Klären von kirchenrechtlichen Fragen und das Ausfüllen des Ehevorbereitungsprotokolls kann der Pfarrer entweder selber vornehmen oder an mich delegieren. Fragen im Zusammenhang mit einer kirchlichen Trauung beantworte ich gerne.

Immer öfter aber wird keine kirchliche Trauung gewünscht, wegen einer gewissen Distanz zur Kirche oder weil sie kirchenrechtlich nicht möglich ist. Etwa wenn ein Partner geschieden ist, beide aus der Kirche ausgetreten sind, oder wenn das Paar gleichgeschlechtlich ist. Und darum biete ich Segensfeiern an. Auch hier stehe ich für erste Gespräche gerne zur Verfügung.

Eine praktische Überlegung: Da ich nicht motorisiert bin, muss der Ort für mich erreichbar sein. Ich bitte dies zu bedenken.

Impressum: Wolfgang Baldes, Lärchenstr. 69, 85640 Putzbrunn, wolfgang.baldes(at)arcor.de